Es ist äußerst wichtig, sich auf die Unternehmenskultur zu konzentrieren, denn sie ist praktisch die DNA dessen, wie die Dinge in einem Unternehmen ablaufen. Es geht um die Stimmung im Unternehmen! In einer guten Unternehmenskultur fühlen sich die Mitarbeiter wertgeschätzt und glücklich, was sehr wichtig ist, um sie motiviert zu halten. Außerdem zieht eine gute Unternehmenskultur die besten Talente an, was auf dem heutigen Arbeitsmarkt enorm wichtig ist. Wenn Sie eine Kultur haben, in der offene Kommunikation und Kreativität im Mittelpunkt stehen, dann ist das, als würden Sie Samen säen, aus denen eines Tages großartige Ideen erwachsen.
Es ist also ganz einfach zu erkennen: Eine positive Unternehmenskultur ist das Geheimrezept für Erfolg.
Welche Unternehmenskulturen gibt es?
Die Unternehmenskultur kann abhängig von Faktoren wie Branche, Unternehmensgröße, Führungsstil, Werten oder geografische Lage erheblich variieren. Anstatt also zu versuchen, alle möglichen Kulturen zusammenzufassen, sehen wir uns lieber das "Organizational Culture Assessment Instrument" (OCAI) von Cameron und Quinn an. Laut dieser Klassifizierung gibt es vier Kulturtypen innerhalb von Unternehmen, wobei als Grundlage das "Competing Values Framework" dient;
Clan-Kultur (flexibel/nach innen ausgerichtet)
Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten an einem Arbeitsplatz, an dem Sie sich wie in einer familiären Umgebung fühlen. Das ist die Clan-Kultur. Hier dreht sich alles um Teamarbeit, und darum, die Meinung aller einzuholen und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Die Führungskräfte sind hier eher wie Mentoren oder Trainer, und es wird viel Wert darauf gelegt, dass sich jeder unterstützt und wertgeschätzt fühlt. Die Kommunikation ist offen, alle respektieren einander und man hat das Gefühl, Teil einer eng verbundenen Gruppe zu sein.
Wenn Sie Mitarbeiter eines Clan-Kultur-Unternehmens fragen würden, wie es bei ihnen so zugeht, könnte die Antwort etwa so lauten:
" In Firma A ist es wie in einer Familie. Bei unseren wöchentlichen Brainstorming-Sitzungen bringt sich jeder ein, und alle unterstützen sich gegenseitig, egal, was gerade abgeht. Als wir vor einer Herausforderung mit einem Kunden standen, haben wir uns zusammengeschlossen und eine innovative Lösung gefunden, die unseren Zusammenhalt als eng verbundener Clan stärkte. "
Adhocracy-Kultur (flexibel/nach außen ausgerichtet)
Hier stehen Kreativität und Innovation im Vordergrund. Wenn man gerne neue Ideen einbringt, Risiken eingeht und Dinge häufig verändern möchte, dann ist die Adhocracy-Kultur genau das Richtige für einen. Organisationen mit dieser Kultur sind immer bestrebt, bei neuen Entwicklungen die Ersten zu sein und unkonventionelles Denken zu fördern. Die Rolle der Führung ist es, Inspirationen anzuregen und die Grenzen des Möglichen zu erweitern. Der Arbeitsplatz ist ein Ort, an dem Regeln im Namen der Innovation übergangen werden können.
Wenn Sie also Mitarbeiter eines Unternehmen mit Adhoracy-Kultur fragen würden, wie es in ihrem Unternehmen zugeht, dann würde die Antwort wahrscheinlich etwa so lauten:
"In Unternehmen B denken wir gerne über den Tellerrand hinaus. Als unser Konkurrent etwas Neues auf den Markt brachte, haben wir sofort reagiert. Wir haben spontane Brainstorming-Sitzungen abgehalten, und zack! Wir hatten eine bahnbrechende Idee, die uns einen Vorsprung verschafft hat."
Hierarchiekultur (beständig/nach außen ausgerichtet)
Hier dreht sich alles um Struktur und Ordnung. Also klare Rollen, festgelegte Prozesse und die Favorisierung von Stabilität und Effizienz. Wenn man es schätzt, genau zu wissen, was von einem erwartet wird, und es klar definierte Vorgehensweisen und Verfahren gibt, dann ist diese Kultur genau die richtige für einen. Die Führungskräfte agieren in traditionellen Managerrollen und konzentrieren sich darauf, dass alles reibungslos läuft. Entscheidungen werden normalerweise von oben getroffen und es wird großer Wert auf Beständigkeit und Präzision gelegt.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es in einem Unternehmen mit Hierarchie-Kultur zugeht? Wenn Sie einen Mitarbeiter aus einem solchen Unternehmen fragen, wird sich die Antwort wahrscheinlich ungefähr so anhören:
"In Unternehmen C läuft alles wie in einem Uhrwerk. Als unsere Lieferung einmal aufgehalten wurde, war das kein Problem. Wir haben unsere Anweisungen für einen solchen Fall genau befolgt, und so trotzdem alles am Laufen gehalten, ohne dabei einen Schritt auszulassen. So läuft es bei uns – strukturiert, effizient und zuverlässig."
Markt-Kultur (beständig/nach innen ausgerichtet)
Wenn es einem darum geht, Ziele zu erreichen und die Konkurrenz zu übertreffen, dann ist die Markt-Kultur das Richtige für einen. Bei dieser Kultur liegt der Fokus auf Ergebnissen und Leistung. Unternehmen mit einer Markt-Kultur sind bestrebt, die Besten zu sein, priorisieren Erfolge und fördern oft eine Wettbewerbs-Atmosphäre. In der Führungsebene geht es darum, entschlossen und zielorientiert zu sein und immer das Ziel im Auge zu behalten – egal, ob es dabei darum geht, seine Marktanteile oder seine Umsätze zu erhöhen, oder einfach die Nummer eins zu sein.
Wenn Sie wissen möchten, wie ein Unternehmen mit Markt-Kultur seine Aufgaben erledigt, dann schauen Sie hier, was dessen Mitarbeiter wahrscheinlich dazu sagen würden:
"In Unternehmen D dreht sich alles darum, dass wir Gewinn erzielen. Als ein Konkurrent versuchte, uns Marktanteile wegzunehmen, haben wir das nicht einfach so hingenommen. Wir haben einen Gang höher geschaltet, unsere Strategien bis ins letzte Detail optimiert, und, was ist passiert? Wir konnten unsere Position nicht nur halten, sondern waren am Ende sogar noch stärker.“
Orientieren sich echte Unternehmen tatsächlich an diesen Unternehmenskultur-Arten?
Okay, es ist nicht besonders schwer, fiktive Beispiele für diese Kulturen zu nennen, aber wie sieht es denn in der Realität aus? Ja, diese Kultur-Typen sind tatsächlich nicht nur Theorien auf dem Papier, viele Unternehmen orientieren sich wirklich an ihnen.
Im Folgenden beschäftigen wir uns mit verschiedenen Unternehmen und wie sie die verschiedenen Kulturen umsetzen. Seien Sie auch nicht überrascht, wenn Sie manche Unternehmen in unterschiedlichen Kategorien wiederfinden. Einige der Unternehmen sind riesig, sodass in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen möglicherweise eine unterschiedliche Kultur herrscht. Hierbei sei erwähnt, dass einige von ihnen zu Beginn möglicherweise eine bestimmte Kultur hatten, bevor sie von einem neuen Management mit neuen Ideen übernommen wurden.
Legen wir los!
Praxisbeispiele für Clan-Kultur
1. Zappos
Bei Zappos wird Wert auf ein familiäres Umfeld und den Aufbau einer Unternehmenskultur gelegt. Dieser Grundsatz spiegelt sich in allen Bereich wider, vom einzigartigen Einstellungsprozess bis hin zum Führungsstil – oder eher dem Fehlen desselben. Das Unternehmen hat die traditionelle Hierarchie für etwas aufgegeben, das "Holacracy" genannt wird, und im Grunde eine Umschreibung dafür ist, dass jeder mitentscheiden darf, was gemacht wird.
Die Idee ist, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass es sich eher wie in einer Community anfühlt, in der sich alle gegenseitig unterstützen und Spaß dabei haben. Und es funktioniert; Zappos ist für seinen hervorragenden Kundenservice und seine zufriedenen Mitarbeiter bekannt.
2. Google
Google ist praktisch zum Inbegriff für einen coolen Arbeitgeber geworden. Dabei geht es aber nicht nur um die kostenlosen Mahlzeiten und die Rutschen im Büro. Google möchte wirklich, dass sich seine Mitarbeiter und Kunden wie Teil einer großen, innovativen Familie fühlen. An Projekten wird oft in Teams gearbeitet, in denen oft gemeinsam entschieden wird, wie Probleme am besten angegangen werden können. Deshalb kann man von einem integrativen Arbeitsplatz sprechen! Es ist dieses Gefühl der Zusammenarbeit und Innovationsfreiheit, das Google an der Spitze hält. Und sicher auch das Bewusstsein der Mitarbeiter, dass der eigene Arbeitgeber sich genauso sehr um das eigene Wohlbefinden sorgt, wie um seine Produkte! Das ist ziemlich außergewöhnlich!
3. Patagonia
Patagonia ist mehr als nur ein Outdoor-Bekleidungsunternehmen; es ist ein Überzeugung. Alle, die dort arbeiten, teilen eine tiefe Leidenschaft für die Umwelt und Nachhaltigkeit. Sie sehen sich alle als Mitstreiter, die gemeinsam den guten Kampf für die Umwelt führen. Patagonia bringt ihre Anliegen voran, indem es sich in Sachen Umweltaktivismus engagiert und dafür sorgt, dass seine Mitarbeiter dies auch tun können, indem es ihnen bezahlten Urlaub für Protestaktionen und Freiwilligenarbeit anbietet.
Hier ein Beispiel, mit dem Patagonia gezeigt hat, dass es bei der Schaffung einer guten Unternehmenskultur nicht immer nur darauf ankommt, tolle Anreize und Vorteile anzubieten.
4. Southwest Airlines
Wenn Sie schon einmal mit Southwest Airlines geflogen sind, dann ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass dort alles ein wenig anders abläuft. Man spürt richtig die freundliche Stimmung und die Herzlichkeit, sei es bei der Begrüßung, wenn man das Flugzeug betritt, oder bei den Sicherheitsanweisungen, bei denen gerne mal ein Witzchen miteingebaut wird. Das liegt daran, dass es bei Southwest Airlines wie in einer großen, glücklichen Familie zugeht, in der sich alle dazu ermutigen, auf den anderen aufzupassen und das Leben nicht zu ernst zu nehmen. Diese Philosophie hat dem Unternehmen nicht nur treue Mitarbeiter, sondern auch treue Kunden eingebracht und ist ein Beweis dafür, dass ein bisschen Freundlichkeit viel bewirken kann.
5. Warby Parker
Bei Warby Parker geht es ein wenig anders zu als sonst in der Brillenbranche üblich, und dazu gehört auch der Umgang mit den Mitarbeitern. Hier fühlt sich jeder als Teil von etwas Größerem, und man arbeitet nicht nur zusammen, um Brillen zu verkaufen, sondern um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das Programm „Buy a Pair, Give a Pair“ spiegelt (wie auf Brillengläsern) die Grundwerte des Unternehmens wider, die von allen Mitgliedern geteilt werden. Dieses Bemühen für ein gemeinsames Ziel macht Warby Parker nicht nur zu einem großartigen Arbeitgeber, sondern auch zu einem Unternehmen, das Kunden gerne unterstützen.
6. Netflix
Auch bei Netflix läuft alles ein bisschen anders – im positiven Sinne. Das Unternehmen hat den traditionellen Führungsstil über Bord geworfen und setzt auf "Freiheit und Verantwortung". Die Führungskräfte haben großes Vertrauen in ihre Teammitglieder, und überlassen es ihnen, Entscheidungen zu treffen und Veränderungen anzuregen. Dieser Ansatz hat eine Kultur geschaffen, in der jeder das Gefühl hat, mitbestimmen zu dürfen, was das Zugehörigkeitsgefühl und Innovationen fördert.
Bei Netflix wird darauf geachtet, dass die Mitarbeiter wissen, dass sie nicht einfach nur für ihre Arbeit, sondern auch für ihre Ideen geschätzt werden. Und an den Mitarbeitervorteilen, die der Work-Life-Balance und dem persönlichen Wachstum zu Gute kommen, ist es offensichtlich, dass Netflix sich sehr um seine Mitarbeiter kümmert. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die eher in engen Freundesgruppen herrscht als unter Kollegen.
Praxisbeispiele für eine Adhocracy-Kultur
7. Google
Wir sind wieder bei Google. Sie dachten doch nicht, dass ein so großes und vielseitiges Unternehmen wie Google sich bei all seinen Produkten und Innovationsbereichen auf eine einzige Kultur fokussiert, oder?
Bei Google fördert die Adhocracy-Kultur eine Atmosphäre, in der Innovation und Kreativität nicht nur gefördert sondern auch gelebt werden. Die "20%-Zeit"-Regelung, ein wichtiges Kennzeichen dieser Kultur, gibt den Mitarbeitern die Freiheit, an einem Tag pro Woche Projekten außerhalb ihrer Hauptaufgaben nachzugehen.
Diese Strategie hat zur Entwicklung einiger bekannter Produkte von Google geführt, wie Gmail oder AdSense. Die Idee ist einfach und doch revolutionär: Wenn man seinen Mitarbeitern anvertraut, dass sie sich ihre Zeit selbst einteilen und sie ihren eigenen Gedanken nachgehen lässt, können bahnbrechende Innovationen entstehen. Dieser Ansatz fördert den Erfindergeist und das Engagement unter den Teammitgliedern, und sorgt so dafür, dass Google bei moderner Technologie immer ganz vorne mit dabei ist.
8. Spotify
Stellen Sie sich Spotify als ein großes Gebäude voller kleiner Start-ups vor, von denen jedes nach seinem eigenen Rythmus tanzt. Das ist dort der Adhocracy-Vibe. Es gibt dort kleine, unabhängige Teams, sogenannte Squads, die sich um verschiedene Bereiche des Spotify-Konzerns kümmern, vom Erstellen von Playlists bis hin zu technischen Optimierungen. Dank dieser Strukturierung kann das Unternehmen schnell agieren, neue Dinge ausprobieren und sich schneller anpassen, als Sie ein Lied überspringen können. Jeder Squad steht im Grunde der Weg für neue Innovationen offen, ohne dass sie dabei durch ein Labyrinth aus bürokratischen Hürden ausgebremst wird. Diese Freiheit sorgt dafür, dass Spotify im Musikstreaming-Bereich ganz oben auf der Liste steht und den anderen immer einen Schritt voraus ist.
9. Valve Corporation
Die Vorgehensweise von Volves Corporations ähnelt der von dem Unternehmen geschaffenen Open-World-Erkundung in Spielen – keine festgelegten Pfade, nur endlose Möglichkeiten. Es gibt keinen Chef, der den Mitarbeitern sagt, an welchem Projekt Sie arbeiten sollen; Die Mitarbeiter widmen sich einfach dem Spiel oder der Idee, die Ihnen in den Sinn gekommen ist. Es gibt im Unternehmen auch keine offiziellen Berufstitel. Dieser Ansatz, Unternehmenskultur aufzubauen, hat zu der Erfindung einiger der coolsten PC-Spiele überhaupt geführt. Valve ist der Beweis dafür, dass wunderbare Dinge entstehen können, wenn man kluge Leute ihren eigenen Ideen nachgehen lässt. Dort herrscht eine flache Hierarchie, in der sich die besten Ideen durchsetzen, nicht nur die Ideen von Leuten mit beeindruckenden Berufstiteln.
10. Amazon
Bei Amazon ist es so, als hätte jeder sein eigenes Labor, um die nächste große Innovation zu erfinden. Innovation und Kundenorientierung sind hier das A und O. Die Mitarbeiter probieren ständig neue Sachen aus, auch wenn sie genau wissen, dass nicht jedes Experiment ein Volltreffer sein wird. Kleine Teams sind ständig an der Arbeit und treffen rasch Entscheidungen, um uns das zu geben, was wir wollen, bevor wir überhaupt wissen, dass wir es wollen. Von Büchern bis hin zu KI – mit seiner Ad-hoc-Kultur sorgt Amazon dafür, dass es im Innovationsmarathon immer ganz vorne ist, während sich die Unternehmenskultur andauernd verbessert.
11. NASA
Zu den Zeiten als es der NASA nur darum ging, Menschen auf den Mond zu bringen, verkörperte sie die Ad-hoc-Kultur schlechthin. Es gab dieses eine, verrückte Ziel und verschiedene Teams, die es verwirklichen sollten. Stellen Sie sich vor, man würde zu Ihnen sagen: „Okay, finden Sie einen Weg, wie Sie Menschen auf den Mond bringen können. Auf geht‘s!“ Genau das wurde gemacht. Flexibilität, Innovation und schnelle Problemlösung führten zu einem gigantischen Schritt in der Geschichte der Menschheit. In der Unternehmenskultur der NASA während der Apollo-Ära drehte sich alles darum, große Träume zu haben, und diese auch frei zu verfolgen.
Praxisbeispiele für eine Hierarchie-Kultur
Vor allem in der Geschäftswelt weckt das Wort "Hierarchie" heutzutage meist eher negative Assoziationen.
Natürlich hat eine traditionelle, hierarchische Struktur ihre Vorteile, wie z. B. Stabilität und eine klare Befehlskette. Aber es gibt auch Schattenseiten. Denn eine solche Struktur kann ziemlich starr sein, neue Ideen zurückhalten und dazu führen, dass Entscheidungen ewig dauern. Aus diesem Grund beobachten wir, dass einige Unternehmen beginnen, alte Strukturen aufzulockern und sich einer eher lockeren, dezentralen Unternehmenskultur zuwenden. Sie setzen darauf, dass sie so schneller Innovationen anstoßen, ihre Teammitglieder stärker einbinden und schneller reagieren können, falls die Marktverhältnisse sich rasch ändern.
Als Ricardo Semler bei Semco Partners die Führung übernahm, änderte er die bisherigen Führungsstrukturen. Die Zeiten der herkömmlichen, von oben nach unten strukturierten Unternehmensführung waren vorbei. Mit dem Unternehmen ging es nicht voran, und so beschloss Semler, gegen Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre eine grundlegende Umstrukturierung vorzunehmen.
Er schaffte die starre Hierarchie ab und ersetzte sie durch ein für alle Beteiligten demokratischeres und praktischeres Modell. Mit dieser neuen Struktur wollte er vor allem den Mitarbeitern mehr Freiheit geben, sodass sie selber mehr Verantwortung für ihre Arbeit übernehmen können und bei den großen Entscheidungen mitreden können. Und wissen Sie was? Es wirkte Wunder. Semco wurde flexibler, kreativer und innovativer, was nicht nur die Produktivität steigerte, sondern auch die Mitarbeiter viel zufriedener machte.
Aber natürlich gibt es auch viele große, etablierte Unternehmen, die an den herkömmlichen Strukturen festhalten, weil sie dieses solide, unerschütterliche Fundament brauchen, damit alles reibungslos läuft.
Beispiele dafür wären:
12. IBM
IBM war schon immer ein Trendsetter in der Technologiewelt und bekannt dafür, alles mit seinem Top-Down-Ansatz durchzustrukturieren. Diese Art von Struktur hilft IBM, weltweit vorne mit dabei zu bleiben, indem das Unternehmen so große Projekte durchziehen und seinen Kunden problemlos komplexe technische Lösungen bereitstellen kann. Es geht darum, einen Spielplan zu haben und zu wissen, wer das Sagen hat, was sehr praktisch ist, wenn man sich mit coolen Dingen wie Quantencomputern oder KI beschäftigt. IBM ist dafür bekannt, selbst die ausgefallensten Ideen auf elegante und methodische Weise zum Leben zu erwecken.
13. McDonald's
McDonald's hingegen hat dank seiner eigenen Interpretation der Hierarchie-Kultur das Fast-Food-Geschäft fest im Griff. Die Struktur ist das "Geheimrezept" dafür, dass Ihr Big Mac in Tokio genauso schmeckt wie in Texas. Wichtig ist, dass alles wie ein Uhrwerk funktioniert, egal, ob es um die Geschwindigkeit geht, mit der die Kunden Ihre Pommes bekommen oder um den typischen Geschmack, der immer gleich sein sollte. Außerdem kann McDonald's mit diesem Ansatz große Veränderungen umsetzen – sei es eine Veränderung auf der Speisekarte oder eine ökologischere Ausrichtung – und dies mit einer Präzision, die man sonst nur von einer gut geölten Maschine erwarten würde.
14. Ford
Was die Liebe zu Rangordnungen angeht, ist auch die Geschichte von Ford hier ähnlich. Die hierarchische Ordnung hat in dem Unternehmen dafür gesorgt, dass am Fließband alles reibungslos abläuft, und dem Unternehmen dabei geholfen, sich an das Auf und Ab in der Branche anzupassen. Bei Ford ist es wichtig, dass Vorschriften eingehalten und Entscheidungen von den dafür Bevollmächtigten getroffen werden, was sehr von Vorteil war, als das Unternehmen in den Elektrofahrzeug-Markt eingestiegen ist. Es ist dieser Fokus auf Hierarchie und Effizienz, der es im Rennen gehalten und dafür gesorgt hat, dass es immer bereit war, alles, was als Nächstes kommt, mit Stil anzugehen.
Praxisbeispiele für eine Markt-Kultur
15. Apple Inc..
Dieser Technologiegigant lebt von seiner Marktmentalität. Denken Sie an hochmoderne iPhones und elegante MacBooks, die Trends setzen. Unter Steve Jobs ging es bei Apple darum, der Beste zu sein und Produkte herzustellen, die nicht nur Gadgets, sondern modische Statements waren. Ihr gesamtes Ethos war (und ist immer noch) darauf ausgerichtet, an der Spitze zu stehen und die Nummer eins zu sein. Apples Spiel ist Innovation, Benutzererfahrung und, seien wir ehrlich, Ihnen das Gefühl zu geben, cool zu sein. Dieser unermüdliche Drang, die Charts anzuführen? Reine Marktkultur in Aktion.
16. Amazon
Amazon ist wie der König des Einzelhandelsdschungels, der ständig neue Gebiete erkundet und erobert. Jeff Bezos verwandelte Amazon von einem Buchladen in ein Online-Handelszentrum, in dem alles möglich ist. Amazons Geheimnis liegt darin, sich auf die Kunden zu konzentrieren, in neue Märkte vorzudringen und nie Angst davor zu haben, Dinge aufzurütteln. Sie investieren jeden Cent, um größer zu werden, vom Einzelhandel bis zum Cloud-Computing. Ihr Mantra: Die Kunden zufriedenstellen und die Konkurrenz auf Trab halten. Es geht darum, den Markt zu dominieren, eine Prime-Lieferung nach der anderen.
17. Walmart
Walmart ist der große Fisch im Einzelhandel und bekannt für seine unschlagbaren Preise. Wie? Indem es sich auf den großen Maßstab konzentriert und jeden Cent umdreht, wo es nur geht. Diese Strategie hat Walmart weltweit zu einem Begriff gemacht. Es geht ihnen darum, Ihnen mehr für Ihr Geld zu bieten und gleichzeitig die Konkurrenz in Bedrängnis zu bringen. Walmarts Strategie ist einfach: Kosten senken, Preise niedrig halten und zusehen, wie die Kunden hereinströmen. Es ist ein klassisches Beispiel für eine Marktkultur, die davon dominiert wird, das billigste Spiel der Stadt zu sein.
18. Nike
Bei Nike dreht sich alles ums Gewinnen, egal ob auf dem Sportplatz oder auf dem Markt. Ihre Strategie konzentriert sich auf herausragendes Marketing, erstklassige Produkte und darauf, die größten Sportstars dazu zu bringen, zu sagen: „Just Do It“. Dieser Drang, die Besten zu sein, hat sie zur Marke der Wahl für Sportler und Stubenhocker gleichermaßen gemacht. Bei Nike herrscht ein ständiges Rennen, um sich selbst und alle anderen zu übertreffen, was beweist, dass ihre Marktmentalität nicht nur Gerede ist; sie ist die Art und Weise, wie sie nach vorne sprinten.
19. Goldman Sachs Group
In der Finanzwelt, in der viel auf dem Spiel steht, spielt Goldman Sachs auf Sieg. Dieser Bankriese lebt davon, immer einen Schritt voraus zu sein, und strebt immer nach dem Platzhirschstatus. In ihrer Kultur dreht sich alles um Spitzenleistung, darum, große Schritte zu machen und dafür zu sorgen, dass die Kunden immer wieder kommen. Bei Goldman ist es das Ziel, die besten Dealmaker zu sein. Dieses unermüdliche Streben nach Erfolg und Einfluss ist Marktkultur in ihrer reinsten Form – die High-Finance-Edition.
20. Tesla
Tesla ist unter Elon Musk eine Revolution auf Rädern. Sie haben die Autoindustrie auf den Kopf gestellt und Elektroautos nicht nur rentabel, sondern auch begehrenswert gemacht. Teslas Mantra ist Innovation, Grenzen zu überschreiten und sich nicht mit dem zweiten Platz zufrieden zu geben. Ihr Ansatz besteht aus mutigen Schritten, großen Behauptungen und Autos, die sich wie die Zukunft anfühlen. Durch diese Methoden hat Tesla unsere Denkweise über Transport völlig verändert.
Stellen Sie sich vor, Sie hätten in den 1950er Jahren jemandem erzählt, dass Elektroautos die Zukunft sind!
Dieser Ehrgeiz, die Zukunft zu gestalten (Wortspiel beabsichtigt)? Das ist durch und durch eine Marktmentalität.
Egal, welche Unternehmenskultur in Ihrem Unternehmen herrscht, verschlafen Sie bei Betriebsausflügen niemals eine Nacht!
Egal, ob Sie ein marktwirtschaftlich verrücktes Unternehmen oder ein eher entspanntes, Ad-hoc-Team sind, Sie müssen immer Zeit finden, um die Seele baumeln zu lassen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für Ihr gesamtes Team! Denken Sie an abendliche Cocktails nach einem Tag Teambuilding am Strand. Oder an ein wohlverdientes Teamessen nach einer ganztägigen Wanderung durch den Wald.
Klingt toll, oder? Aber wer auf der Welt hat schon die Zeit, einen solchen Ausflug zu planen?! Wir wetten, Sie haben sie nicht!
Hier kommt Surf Office ins Spiel.
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