Wenn es um die Lösung von Problemen geht, ist das Ideenfinden noch der einfachste Part.
Unternehmen vergessen jedoch häufig die anderen vier Phasen des Problemlösungsprozesses, mit denen sie die beste Lösung finden können.
Anstatt gleich mit der Ideenfindung zu beginnen, sollte Ihr Problemlösungsprozess folgendermaßen gegliedert sein:
- Das Problem identifizieren
- Herausfinden, warum es passiert ist
- Brainstormen über Lösungsideen
- Die beste Lösung auswählen
- Die Idee umsetzen
Sie werden bemerkt haben, dass die Ideenfindung tatsächlich erst in Phase 3 erfolgt!
Auf dieser umfassenden Seite stellen wir Techniken, Methoden und Werkzeuge bereit, die Sie durch jede Phase des Problemlösungsprozesses führen.
Wenn Sie fertig sind mit lesen werden Sie über ein umfangreiches Arsenal an Problemlösungsstrategien verfügen mit denen Sie die größten Herausforderungen an Ihrem Arbeitsplatz bewältigen können.
11 Problemlösungstechniken um Klarheit und Vertrauen zu schaffen
Bevor wir in umfassendere Methoden zur Problemlösung eintauchen, sollten Sie zuerst einige grundlegende Techniken kennenlernen.
Die folgenden Techniken bereiten Sie auf eine erfolgreiche Problemlösungssitzung mit Ihrem Team vor und ermöglichen es Ihnen, Ihre größten Herausforderungen mit Klarheit und Zuversicht anzugehen.
1. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und atmen Sie durch
Wenn ein Problem oder eine Herausforderung auftritt, ist es normal, dass man zu schnell handeln oder sich auf Lösungen verlässt, die in der Vergangenheit gut funktioniert haben. Das wird als festgefahrenes Denken bezeichnet.
Wenn Sie jedoch impulsiv und ohne vorherige Überlegungen oder Planungen handeln, kann es passieren, dass Sie die Sachlage falsch verstehen und mögliche Problemlösungen übersehen.
Deshalb sollten Sie bei Problemen immer als erstes Folgendes tun: Ein- und ausatmen.
Fahren Sie einen Gang herunter und machen Sie sich einen klaren Aktionsplan bevor Sie handeln. Dies wird Ihnen helfen, rationale Schritte zur Lösung des Problems zu unternehmen.
2. Stellen Sie Fragen, um die Ausmaße des Problems zu verstehen
Ein weiterer häufiger Fehler bei der Lösung von Problemen besteht darin, dass Maßnahmen ergriffen werden, bevor das Problem vollständig verstanden wurde.
Stellen Sie genügend Fragen, um die wahre Ursache des Problems aufzudecken, bevor Sie sich auf eine Theorie festlegen.
Versuchen Sie das!
Weiter unten in diesem Artikel behandeln wir die Problemlösungsmethode der "5 Warums, mit der Sie die Ursache Ihres Problems leicht identifizieren können. Probieren Sie dies bei Ihrem nächsten Meeting aus, und Sie werden merken, dass Ihr anfängliches Verständnis eines Problems oft falsch sein kann.
3. Andere Perspektiven berücksichtigen
Häufig ist es so, dass Probleme aus einer zu einfachen Sichtweise heraus betrachtet werden – eine einseitige Sicht oder Wahrnehmung des Problems. Das kann passieren, wenn Sie sich zu sehr mit einem Problem beschäftigen oder Ihr Team nicht vielfältig genug ist.
Um die Chancen zur Lösung eines Problems zu erhöhen, sollten Sie Erkenntnisse aus einer Vielzahl von Quellen gewinnen. Gehen Sie auf wichtige Stakeholder, Kunden und an der Basis arbeitende Mitarbeiter zu, um zu erfahren, wie sich das Problem auf sie auswirkt und ob sie es umgehen können oder ein Lösung dafür gefunden haben.
Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, sollte Ihr Problemlösungsteam sich nicht auf eine bestimmte Personengruppe beschränken. Versuchen Sie, alle einzubeziehen, vom Geschäftsführer bis zum Hausmeister.
Versuchen Sie das!
Wenn Sie mit einem kleinen Team arbeiten, dann versuchen Sie es mit der Problemlösungsmethode „Flip It!“, um das Problem aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
4. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Büroraum förderlich für die Problemlösung ist
Die Umgebung, in der Sie Ihre Brainstorming-Sitzungen abhalten, sollte die Kreativität anregen. Wenn Ihre Teammitglieder einander vertrauen und sich entspannt fühlen, ist es wahrscheinlicher, dass sie innovative Ideen und Problemlösungen entwickeln.
Hier sind einige Möglichkeiten, die Kreativität Ihrer Mitarbeiter anzuregen:
- Spielen Sie Teambuilding-Spiele durch die Vertrauen gestärkt und zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut werden können.
- Verbessern Sie die Problemlösungsfähigkeiten Ihres Teams mit Spielen, die kritisches Denken fördern
- Gestalten Sie Ihr Büro mit komfortablen Möbeln und Gemeinschaftsräumen neu
- Steigern Sie die Zufriedenheit am Arbeitsplatz durch eine positive Work-Life-Balance
- Verbessern Sie Ihre Zusammenarbeitsfähigkeiten und lernen Sie, Konflikte zu lösen
Versuchen Sie das!
World Café ist eine Methode zur Problemlösung, die eine entspannte Umgebung schafft, die zum kreativen Denken beiträgt.
Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren, wie World Café Ihrem Team bei der Lösung komplexer organisatorischer Probleme helfen kann.
5. Verwenden Sie Problemlösungsmethoden, um den Lösungsprozess zu ordnen
Da Problemlösung ein kreativer Prozess ist, kann es schwierig sein, ihn unter Kontrolle zu behalten. Wenn immer mehr Ideen in Umlauf kommen, können Konflikte entstehen, die die Sitzung entgleisen lassen.
Aus diesem Grund sind Problemlösungsmethoden so hilfreich. Sie bieten Ihnen bewährte Problemlösungskonzepte, um Ihre Gruppensitzungen zu leiten und auf Kurs zu halten.
Versuchen Sie das!
Die „Sechs Denkhüte“- Problemlösungsmethode ist eine beliebte Technik, die den Prozess ordnet und Ihrem Team hilft, ein Problem aus allen Blickwinkeln zu analysieren.
Im nächsten Abschnitt dieses Artikels werden wir einen Blick auf unsere beliebtesten Problemlösungsmethoden werfen.
6. Verwenden Sie Analogien, um komplexe Probleme zu lösen
Manchmal kann Ihnen das Lösen eines Problems dabei helfen, Lösungen für noch ein anderes Problem zu finden.
Indem Sie ein komplexes Problem auf seine Grundbestandteile reduzieren und es mithilfe einer vereinfachten Analogie darstellen, nähern Sie sich ihm aus einem anderen Blickwinkel und können so alternative Ideen entwickeln.
Nachdem es Problemlösung anhand von Beispielsituationen gelöst hat ist Ihr Team möglicherweise besser für die Lösung realer Probleme gerüstet.
Es kann jedoch schwierig sein, eine Analogie zu finden, die zu Ihrem Problem passt. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn diese Methode bei Ihnen nicht funktioniert.
Versuchen Sie das!
Das Schnellbootdiagramm ist eine visuelle Darstellungsweise, bei der Ihre Mitarbeiter dazu ermutigt werden, bestehende Herausforderungen als verschiedene Anker zu betrachten, die Ihr Boot davon abhalten, das Ziel zu erreichen. Indem Sie jedem Anker ein bestimmtes Gewicht zuweisen, kann Ihr Team priorisieren, welche Probleme zuerst angegangen werden sollen.
7. Legen Sie klare Rahmenbedingungen fest
Wenn man Rahmenbedingungen festlegt kann man sich großen Problemen besser nähern.
Legen Sie klare Grenzen und Verhaltensregeln für die Sitzung fest, bevor Sie das Problem angehen. So kann sich Ihr Team auf das aktuelle Problem konzentrieren ohne abgelenkt zu werden oder vom Thema abzuschweifen.
In einem vom Harvard Business Review veröffentlichten Artikel schrieben die Autoren Oguz A. Acar, Murat Tarakci und Daan van Knippenberg: „Rahmenbedingungen … sorgen für Orientierung und eine kreative Herausforderung, die Menschen dazu motiviert, Informationen aus verschiedenen Quellen zu suchen und zu verknüpfen, um neuartige Ideen für neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsprozesse zu entwickeln.“ (Warum Einschränkungen gut für Innovationen sind, 2019)
Versuchen Sie das!
Lightning Decision Jam-Sitzungen sind ein Paradebeispiel dafür, wie Einschränkungen kreative Denkprozesse unterstützen können. Hierbei wird einem Team eine strenge zeitliche Begrenzung gegeben, sodass es Ideen nicht bis zum Ende ausdiskutieren darf.
8. Bestehende Denkmuster auflösen
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Wir greifen auf Strategien zurück, die in der Vergangenheit positive Ergebnisse gebracht haben. Das ist in der Regel von Vorteil, denn wenn wir uns an unsere früheren Erfolge erinnern, müssen wir ähnliche Aufgaben nicht ständig neu angehen.
Doch wenn es um die Lösung von Problemen geht, kann uns diese Denkweise zum Stolpern bringen. Wir fixieren uns auf eine Lösung, die in der Vergangenheit funktioniert hat und sind dann aber bestürzt und fragen uns, was wir noch tun sollen, wenn sie fehlschlägt.
Um Probleme effektiv zu lösen müssen sich Ihre Mitarbeiter von ihren bestehenden Denkmustern loslösen. Dies hilft, die funktionale Fixierung zu überwinden – den Glauben, dass etwas einzig seine vordefinierte Funktion erfüllen kann.
Versuchen Sie das!
Alternative Verwendung ist ein Eisbrecher-Spiel, das Mitarbeiter zu unkonventionellem Denken anregt, da sie sich verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für Alltagsgegenstände ausdenken müssen. Probieren Sie es bei Ihrem nächsten Meeting oder Teambuilding-Event aus und beobachten Sie, wie Ihr Team seine Kreativität auslebt.
9. Gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen
Es ist eine gute Idee, bei Ihren Brainstorming-Sitzungen eine diverse Gruppe von Mitarbeitern einzubeziehen, es gibt jedoch ein Problem: Die extrovertierten Mitglieder Ihres Teams werden eher zu Wort kommen als die introvertierten.
Um sicherzustellen, dass Sie von den Erkenntnissen jedes Teammitglieds profitieren, sollten Sie Ihren ruhigeren Mitarbeitern die gleichen Chancen geben, sich einzubringen und Vorurteile über Persönlichkeitstypen ablegen.
Weiterlesen:Welche Eisbrecher-Spiele und Fragen eignen sich am besten für Introvertierte?
Die offensichtliche Lösung besteht also darin, die lauteren Teilnehmer ruhig zu halten (das ist nicht so plump, wie es klingt, versprochen). Sie müssen Ihren Teammitgliedern lediglich verbieten, während des Ideenfindungsprozesses über Vorschläge zu diskutieren.
Versuchen Sie das!
Mit dem Lightning Decision Jam- Ansatz haben alle Ihrer Mitarbeiter die gleichen Möglichkeiten, sich einzubringen, da ein Großteil des Problemlösungsprozesses im Stillen abläuft.
10. Gönnen Sie sich eine Pause vom Problem
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Ihnen die besten Ideen dann kommen, wenn Sie sich nicht aktiv mit dem Problem beschäftigen? Vielleicht haben Sie sich stundenlang über Ihren Schreibtisch gebeugt und an einer Lösung herumgetüftelt, nur um dann beim Gassigehen mit Ihrem Hund oder beim Duschen einen „Aha!“-Moment zu erleben.
In James Webb Youngs Buch „A Technique for Producing Ideas“besteht die dritte Phase des Prozesses darin, „sich vom Problem zu entfernen“. Young erklärt, dass nach dem intensiven Nachdenken die Informationen im Kopf "gären" müssen, bevor einem plausible Ideen einfallen.
Wenn Sie also das nächste Mal mit Ihrem Team in einem Meeting sind und versuchen, ein Problem zu lösen, dann verfallen Sie nicht in Panik, wenn Ihnen nicht sofort bahnbrechende Ideen einfallen. Geben Sie allen die Möglichkeit, über die Sitzung nachzudenken, und treffen Sie sich dann zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
Versuchen Sie das!
Bei der Creativity Dice-Methode handelt es sich um ein Brainstorming-Spiel, bei dem Ihre Teammitglieder Ideen ausbrüten können während Sie sich gleichzeitig auf etwas anderes konzentrieren.
11. Begrenzen Sie Feedback-Sitzungen
Die Art und Weise, wie Ihr Team am Ende einer erfolgreichen Brainstorming-Sitzung Feedback gibt, ist entscheidend. Wenn Sie es nicht koordinieren kann übermäßiges Feedback Ihre ganze harte Arbeit zunichtemachen.
Daher ist es ratsam, die Menge an Feedback, die Ihr Team geben kann, zu begrenzen. Eine gute Möglichkeit hierfür ist die Verwendung der One Breath Feedback-Technik.
Wenn Sie Ihren Mitarbeitern für ihren abschließenden Kommentar nur einen Atemzug lassen, dann werden sie lernen, sich kurz und präzise ausdrücken.
16 Bewährte Methoden zur Problemlösung
Problemlösungsmethoden sorgen dafür, dass Ihre Brainstorming-Sitzung auf Kurs bleibt, und regen Ihr Team an, das Problem aus allen Blickwinkeln zu betrachten.
Unzählige Methoden haben ihren Weg an den Arbeitsplatz gefunden, wobei jede eine einzigartige Strategie und ein einzigartiges Endziel verfolgt.
Hier kommen 12 unserer beliebtesten Problemlösungsmethoden, die Ihnen helfen werden, die optimalen Lösungen für Ihre Probleme zu finden.
12. "Sechs Denkhüte"-Methode
„Sechs Denkhüte“ ist ein methodisches Problemlösungsmodell, das Ihrer Gruppe dabei hilft, alle möglichen Probleme sowie deren Ursachen, Lösungen und Auswirkungen zu berücksichtigen, indem jeder Phase des Problemlösungsprozesses ein andersfarbiger Hut zugewiesen wird.
Die Rollen der einzelnen Hüte sind wie folgt:
- Blauer Hut (Kontrolle): Dieser Hut kontrolliert die Sitzung und bestimmt die Reihenfolge, in der die Hüte getragen werden. Wenn Ihre Teammitglieder den blauen Hut tragen, beobachten sie mögliche Lösungen, ziehen Schlussfolgerungen und definieren einen Aktionsplan.
- Grüner Hut (Ideenfindung): Der grüne Hut steht für Kreativität. In dieser Phase der Methodik konzentriert sich Ihr Team auf das Sammeln von Ideen, das Finden von Lösungen und das Erwägen von Alternativen.
- Roter Hut (Intuition und Gefühle): Es wird Zeit für Ihre Mitarbeiter, ihre Gefühle mitzuteilen. Hier hören Ihre Teammitglieder auf ihr Bauchgefühl und übermitteln ihre emotionalen Impulse ohne weitere Begründungen.
- Gelber Hut (Vorteile und Werte): Was sind die Vorzüge der einzelnen Ideen, die bisher vorgebracht wurden? Welche positiven Auswirkungen könnten sie haben?
- Schwarzer oder grauer Hut (Vorsicht): Was sind die potenziellen Risiken oder Nachteile jeder Idee? Welche negativen Auswirkungen könnten sich aus der Umsetzung jeder Idee ergeben?
- Weißer Hut (Informationen und Daten): Wenn Ihre Teammitglieder den weißen Hut tragen, müssen sie festlegen, welche Informationen benötigt werden und wo sie diese herbekommen.
Damit die sechs Denkhüte-Methode effektiv funktioniert, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Teammitglieder sich immer an die Phasen halten.
Wenn sie beispielsweise den gelben Hut tragen, sollten sie ausschließlich über die positiven Aspekte reden . Alle negativen Aspekte sollten dann mit dem schwarzen oder grauen Hut diskutiert werden.
Anmerkung:
Sie können die Hutfarben gerne so austauschen, wie sie zu Ihrer kulturellen Prägung am besten passen.
13. "Lightning Decision-Jam" (LDJ)
Lightning Decision Jam ist ein neunstufiger Problemlösungsprozess, der darauf abzielt, verschiedene Perspektiven aufzudecken und gleichzeitig die Sitzung auf Kurs hält.
Der Prozess beginnt mit der Definition eines allgemeinen Themas wie der interne Designprozess, die abteilungsübergreifende Kommunikation, der Verkaufstrichter, usw.
Danach bewaffnen sich Ihre Teammitglieder mit Stiften und Klebezetteln und arbeiten neun Phasen in der folgenden Reihenfolge durch:
- Probleme aufschreiben (7 Minuten)
- Probleme präsentieren (4 Minuten/Person)
- Probleme selektieren (6 Minuten)
- Probleme strukturieren (6 Minuten)
- Lösungen anbieten (7 Minuten)
- Über Lösungen abstimmen (10 Minuten)
- Lösungen priorisieren (30 Sekunden)
- Entscheiden, welche Lösungen umgesetzt werden sollen (10 Minuten)
- Aktionsliste erstellen (5 Minuten)
Die Philosophie hinter LDJ ist die der Beschränkung. Durch die Eingrenzung der Diskussion können sich die Mitarbeiter auf das Sammeln von Ideen und das Treffen demokratischer Entscheidungen konzentrieren, die dem Unternehmen zugute kommen, ohne dabei abgelenkt zu werden oder vom Thema abzuschweifen.
14. Die 5 Warums
Bei der Fehler-Ursachen-Analyse geht es darum, ein Problem aufzudecken, indem die zugrundeliegende Ursache gefunden wird. Als Hilfestellung bei diesem Prozess können Sie Methode der 5 Warums verwenden.
Die Idee besteht darin, sich zu fragen , warum man ein Problem hat, das Problem anhand der Antwort neu zu formulieren und sich dann erneut zu fragen: „Warum?“. Wenn Sie dies fünfmal getan haben, sollten Sie der Wurzel Ihres ursprünglichen Problems ziemlich nahe gekommen sein.
Auch wenn es sich hierbei nicht wirklich um eine End-to-End-Methode handelt, hilft sie Ihnen auf jeden Fall dabei, Ihre zentralen Herausforderungen ausfindig zu machen.
15. "World Café"
Wenn Sie genug von langweiligen Konferenzräumen haben, dann ist es am besten, wenn Sie eine World Café-Sitzung durchführen.
Diese Problemlösungsstrategie ermöglicht zwanglose Gespräche zu vorgegebenen Themen, bei denen die Teilnehmer offen und ohne Anspannung miteinander reden können, da sie nicht in einer großen Gruppe sind.
So geht's:
- Schaffen Sie eine gemütliche Atmosphäre im Café-Stil (schauen Sie, dass Sie mindestens fünf oder sechs Stühle an jedem Tisch haben).
- Entscheiden Sie sich als Gruppe für ein Kernproblem und machen Sie es zum Sitzungsthema.
- Teilen Sie Ihre Gruppe in kleinere Teams auf, indem Sie jeweils fünf oder sechs Spieler an einen Tisch setzen.
- Weisen Sie jeder Gruppe eine Frage zu, die sich auf das Sitzungsthema bezieht, oder entscheiden Sie sich für eine Frage, die alle Gruppen gleichzeitig diskutieren sollen.
- Geben Sie den Gruppen etwa 20 Minuten Zeit, um locker über alles zu sprechen.
- Wiederholen Sie dies mit etwa drei oder vier verschiedenen Fragen und achten Sie darauf, dass Sie sich von jeder Gruppe die wichtigsten Erkenntnisse aufschreiben.
- Teilen Sie die Erkenntnisse mit Ihrer gesamten Gruppe.
Ein World Café zu veranstalten ist eine nützliche Methode, mit der man durch mehrere gleichzeitige Gespräche zu einem bestimmten Thema verborgene Ursachen und Problematiken aufdecken kann.
16. Entdeckungs- und Aktionsdialog (EAD)
Entdeckungs- und Aktionsdialoge sind eine kollaborative Methode für Mitarbeiter, bei der sie sich über ihre Reaktionen auf Probleme austauschen und Verhaltensweisen voneinander übernehmen können.
Dieser Crowdsourcing-Ansatz bietet Einblicke in die Auswirkungen eines Problems auf einzelne Personen in Ihrem Unternehmen und darüber, ob einige besser darauf vorbereitet sind als andere.
Eine EAD- Sitzung wird von einem Moderator geleitet, der nacheinander sieben offene Fragen stellt. Jeder Teilnehmer bekommt gleich viel Zeit, sich zu beteiligen, während ein Protokollant Notizen und wertvolle Erkenntnisse aufschreibt.
Es ist eine besonders wirksame Methode, um bestehende Ideen, Verhaltensweisen und Lösungsansätzen von Menschen aufzudecken, die täglich mit Problemen konfrontiert sind.
17. "Design Sprint 2.0"
Das Design Sprint 2.0-Modell von Jake Knapp hilft Ihrem Team, sich auf das Finden, Entwickeln und Testen einer Lösung innerhalb von vier Tagen zu konzentrieren. Denn Theorien aufzustellen ist schön und gut, aber manchmal kann man mehr lernen, wenn man eine Idee auf den Weg bringt und beobachtet, wie sie sich in der realen Welt auswirkt.
Hier kommt das grundlegende Gerüst zur Problemlösung:
- Tag 1: Entwerfen oder skizzieren Sie mögliche Lösungen
- Tag 2: Wählen Sie die besten Lösungen aus und erstellen Sie ein Storyboard
- Tag 3: Erstellen Sie einen echten, realitätstauglichen Prototyp
- Tag 4: Testen Sie den Prototyp und beobachten Sie, wie er sich im echten Leben bewährt
Diese Technik eignet sich hervorragend, um die Realisierbarkeit neuer Produkte zu testen oder die Funktionen eines vorhandenen Produkts zu erweitern und zu verbessern.
18. Open Space-Methode
Open Space ist eine Methode für große Gruppen, um eine Problemlösungsagenda zu einem zentralen Thema zu erstellen. Sie funktioniert am besten, wenn Ihre Gruppe aus Fachexperten und erfahrenen Personen besteht, die das Problem auch tatsächlich angeht.
So funktioniert die Open Space-Methode:
- Legen Sie ein Kernthema für Ihre Teammitglieder fest, mit dem sie sich besonders auseinandersetzen.
- Bitten Sie die Teilnehmer, über ihren Ansatz nachzudenken und ihn auf einen Klebezettel zu schreiben.
- Jeder schreibt eine Zeit und einen Ort für ein Gespräch auf seinen Zettel und klebt ihn an die Wand.
- Alle Teilnehmer dürfen sich dann für die Sitzungen entscheiden, die sie am meisten interessieren.
- Jeder nimmt an den von ihm gewählten Sitzungen teil und trägt etwas dazu bei
- Nachdem Sie diese Frage beantwortet haben, stellen Sie sich bei jedem Punkt auf der Liste die Frage: „Welche Konsequenzen hätte dieser Fehler?“
Diese Methode gibt Ihrem Team Autonomie und ermutigt es, Verantwortung für den Problemlösungsprozess zu übernehmen.
19. Round-Robin-Brainstorming-Technik
Auch wenn es sich bei der Round-Robin-Brainstorming-Technik nicht um eine End-to-end-Problemlösungsmethode handelt, ist sie trotzdem eine effektive Methode, um bei Ihren Ideenfindungssitzungen Ihre volle Kreativität auszuschöpfen.
So funktioniert's:
- Entscheiden Sie sich für ein Problem, das gelöst werden soll
- Setzen Sie sich in einen Kreis, und geben Sie jedem Mitarbeiter die Chance, eine Idee einzubringen.
- Bitten Sie jemanden, die einzelnen Ideen aufzuschreiben, wenn sie vorgetragen werden
- Die Teilnehmer können sich auch zurückhalten, wenn sie nichts beizutragen haben
- Die Brainstorming-Sitzung endet, wenn alle das gesagt haben, was sie sagen wollten
Nachdem Sie eine lange Liste mit Ideen zusammengestellt haben, liegt es an Ihnen, wie Sie weiter vorgehen. Sie könnten beispielsweise Techniken aus anderen Methoden übernehmen, wie etwa die „Abstimmung über Lösungen“-Phase der Lightning Decision Jam-Technik.
20. Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA)
Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse ist eine Methode zur Vermeidung und Eindämmung von Problemen in Ihren Geschäftsprozessen.
Bei dieser Technik wird zunächst der betreffende Prozess untersucht und die Frage gestellt: „Was könnte hier falsch laufen?“ Anschließend beginnt Ihr Team mit dem Brainstorming und erstellt eine Liste potenzieller Fehlabläufe.
Gehen Sie dann die Liste Punkt für Punkt durch und fragen Sie Ihre Teammitglieder: „Warum könnte Dieses oder Jenes falsch laufen?“
Nachdem Sie diese Frage beantwortet haben, stellen Sie sich bei jedem Punkt auf der Liste die Frage: „Welche Konsequenzen hätte dieser Fehler?“
Bei dieser proaktiven Methode steht die Prävention im Vordergrund, nicht die Behebung. Anstatt zu warten, bis ein Problem auftritt, und dann zu reagieren, suchen Sie aktiv nach potenziellen Schwachstellen.
21. "Flip it!"
Mit der Flip It!-Methode lernen Ihre Teammitglieder, ihre Probleme in einem anderen Licht zu sehen und sie stattdessen als Impulsgeber für positive Veränderungen zu betrachten.
Das Ganze funktioniert so:
- Wählen Sie ein Thema aus, das Ihre Mitarbeiter wahrscheinlich beschäftigt wie beispielsweise die Marktnachfrage nach Ihrem Produkt oder Reibereien zwischen Abteilungen.
- Geben Sie jedem einen Stapel Klebezettel und bitten Sie alle Teilnehmer, alle ihre Ängste zu dem Thema aufzuschreiben.
- Nehmen Sie die Zettel und kleben Sie sie an eine Stelle an der Wand, bei der "Ängste" steht.
- Ermutigen Sie dann Ihre Teammitglieder, sich mit diesen Ängsten auseinanderzusetzen und sie in „Hoffnungen“ umzuformulieren, indem sie auf andere Klebezettel neue Sätze schreiben.
- Nehmen Sie die Zettel mit den „Hoffnungs“-Sätzen und kleben Sie sie an eine Stelle an der Wand, bei der "Hoffnungen" steht.
- Besprechen Sie die Sätze und bitten Sie die Teilnehmer dann, über die Dinge abzustimmen, die sie als erstes angehen möchten. Sie können dafür einen Punkt auf die Ecke des Haftnotizzettels zeichnen.
- Verschieben Sie die Notizen mit den meisten Stimmen in einen leeren Bereich der Wand, bei dem „in Bearbeitung“ steht.
- Besprechen Sie in der Gruppe die häufigsten Aussagen und überlegen Sie sich bei einem Brainstorming, welche Sachen Sie diesbezüglich unternehmen können.
- Notieren Sie die Maßnahmen, die Sie unternehmen möchten und besprechen Sie sie noch einmal in der Gruppe.
Dieser Brainstorming-Ansatz verdeutlicht Ihren Mitarbeitern die Gefahr von festgefahrenem Denken und hilft ihnen, ihre Ängste in Chancen umzuwandeln.
22. Der Kreativitätswürfel
Mit dem Kreativitätswürfel lernen Ihre Teammitglieder, über Ideen nachzudenken, während sie sich auf verschiedene Aspekte eines Problems konzentrieren. Wie zuvor in diesem Artikel bereits erwähnt, kann es eine äußerst effektive Problemlösungsstrategie sein, Ideen Zeit zum Reifen zu geben. Das Spiel funktioniert so:
Wählen Sie ein Thema aus, auf das Sie den Fokus legen. Es kann so spezifisch oder offen sein wie Sie möchten. Schreiben Sie es in einem Wort oder Satz auf.
Werfen Sie den Würfel, stellen Sie einen Timer auf drei Minuten ein, und schreiben Sie je nach Bedeutung der gefallenen Zahl Ideen auf. Die Bedeutungen der Zahlen sind wie folgt:
- Spezifikation: Schreiben Sie Ziele auf, die Sie erreichen möchten.
- Untersuchung: Schreiben Sie bekannte Tatsachen auf, die Sie zu dem Thema wissen.
- Ideenfindung: Schreiben Sie kreative oder praktische Ideen zu dem Thema auf.
- Inkubation: Machen Sie etwas anderes, das nichts mit dem Problem zu tun hat.
- Iteration: Schauen Sie sich an, was Sie bereits geschrieben haben, und lassen Sie sich weitere Ideen dazu einfallen (würfeln Sie erneut, wenn Sie noch nichts geschrieben haben).
- Integration: Sehen Sie sich alles an, was Sie geschrieben haben, und versuchen Sie, Ihre Ideen für etwas weiterzuverwenden, beispielsweise für die Planung eines neuen Produkts oder die Umsetzung einer Maßnahme oder eines Projekts.
Wenn Sie die Aktivität abgeschlossen haben, schauen Sie sich Ihre Ergebnisse an und entscheiden, was Sie davon behalten möchten.
23. SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse ist eine seit langem bewährte Methode, mit der Sie den aktuellen Zustand Ihres Unternehmens analysieren und dann einschätzen können, was dieser für das Erreichen Ihrer gewünschten Endziele bedeutet.
Die Grundidee ist folgende:
- Überlegen Sie sich vor dem Meeting einen „gewünschten Endzustand“ und zeichnen Sie ein Bild auf ein Flipchart oder Whiteboard, das diesen darstellt.
- Zeichnen Sie auf ein Blatt Papier vier große Felder mit den Überschriften „Stärken“, „Schwächen“, „Chancen“ und „Risiken“ ein.
- Beginnen Sie mit dem Feld „Stärken“, und arbeiten Sie sich durch die Felder durch und schreiben Sie Dinge auf, die Sie im Endzustand gerne erreichen würden.
- Bitten Sie Ihre Teammitglieder, in jeder Kategorie über die Aussagen oder Ideen abzustimmen, die ihrer Meinung nach für den gewünschten Endzustand am relevantesten sind.
- Besprechen Sie in der Gruppe, was die Aussagen über den gewünschten Endzustand implizieren. Regen Sie eine Debatte an, indem Sie zum Nachdenken anregende und offene Fragen stellen.
Die SWOT-Analyse ist eine intuitive Methode, um zu verstehen, was in Ihrem Unternehmen sich wie auf das Erreichen Ihrer langfristigen Ziele auswirken könnte.
24. Die sechs Journalisten-Fragen
Um jeden Aspekt eines Themas zu berücksichtigen, wird Journalisten beigebracht, dass sie sich sechs grundlegende Fragen stellen sollen:
- Wer?
- Was?
- Wann?
- Wo?
- Warum?
- Wie?
Mittlerweile haben einige Unternehmen diesen Ansatz übernommen, um Probleme aus jedem Blickwinkel zu betrachten. Alles, was Sie dafür brauchen, ist eine klar definierte Hauptthematik. Dann können Sie mit Ihrem Team beginnen, die sechs Fragen durchzugehen, bis Sie eine 360-Grad-Sicht auf das haben, was getan werden müsste, könnte und sollte.
25. "Gamestorming"
Bei Gamestorming handelt es sich um mehrere Methoden für kreatives Denken, bei denen verschiedene Spiele gespielt werden, um Ihrem Team bei der Entwicklung innovativer Ideen zu helfen.
„Gamestorming“ wurde ursprünglich vor 10 Jahren als Buch veröffentlicht, in dem es um eine Auswahl kreativer Spiele ging, die von den besten Unternehmen des Silicon Valleys zur Entwicklung bahnbrechender Produkte und Dienstleistungen verwendet wurden.
Diese Sammlung an Ideen, die in den Köpfen von Unternehmensgründern und CEOs wie Jeff Bezos und Steve Jobs entstanden, ermöglicht es Ihnen, an die potenziell genialen Ideen zu kommen, die in den Köpfen Ihrer Mitarbeiter schlummern.
26. Vier-Schritte-Skizze
Die Vier-Schritte-Skizze ist ein visuelles Brainstorming, das eine Alternative zu herkömmlichen, diskussionsbasiertenIdeenfindungstechniken bietet.
Diese Herangehensweise erfordert eine vorhergehende Diskussion, um den Zweck der Aktivität klarzustellen. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie wollen auf ein Startup-Retreat gehen und planen dafür mit Ihrem Team ein Design-Sprint oder einen Hackathon.
Sobald Sie mit Ihrem Team eine Liste mit Ideen zusammengestellt haben, können die Teilnehmer sich die Vorschläge ansehen und sich selbige aufschreiben, die sie am besten finden. Anschließend können sie sich damit befassen, und mit ihnen eine grobe Skizze ausarbeiten.
Geben Sie dann jedem Teilnehmer als Aufwärmübung jeweils acht Minuten Zeit, um acht verschiedene Varianten (acht Minuten pro Variante) der Idee zu erstellen. Die Ideen sollten nicht mit der Gruppe geteilt werden.
Abschließend erstellen die Teilnehmer neue Varianten auf Grundlage ihrer Lieblingsideen, und teilen diese dann mit der Gruppe. Die Gruppenmitglieder können dann über die Ideen abstimmen, die ihrer Meinung nach die beste Lösung darstellen.
27. "15% Solutions"
15% Solutions ist eine Problemlösungsstrategie zur Motivation und Inspiration Ihrer Mitarbeiter. Indem Sie Ihre Teammitglieder zu kleinen Erfolgen ermutigen, ebnen Sie den Weg für größere Veränderungen.
Bitten Sie sie zunächst, darüber nachzudenken, was sie selber an ihrem Arbeitsplatz tun können.
Teilen Sie Ihr Team dann in kleine Gruppen von drei bis vier Personen auf und geben Sie den Gruppenmitgliedern Zeit, Ideen auszutauschen und sich untereinander zu beraten.
Dieser einfache Problemlösungsprozess beseitigt Negativität und Machtlosigkeit und lehrt Ihren Teammitgliedern, Verantwortung für Veränderungen zu übernehmen.
9 Problemlösungstechniken für das Finden und Auswählen von Ideen
Problemlösungstechniken unterstützen Ihr Meeting mit einfach zu verstehenden Methoden, Grafiken und Visualisierungen.
Durch den Einsatz von Problemlösungstechniken brechen Sie die Monotonie von alltäglichen Diskussionen und können so die Beteiligung während der gesamten Sitzung aufrechterhalten.
28. Fischgrätendiagramm
Das Fischgrätendiagramm (auch bekannt als Ishikawa-Diagramm oder Ursache-Wirkungs-Diagramm) ist eine Darstellungsmethode zur Identifizierung der Hauptursachen eines Problems. Sie können die Ursachen dann in einer „Problembeschreibung“ zusammenfassen.
Der Begriff „Fischgrätendiagramm“ leitet sich von der Struktur des Diagramms ab. Das Problem selbst bildet den Schwanz, wobei die möglichen Ursachen von den Seiten ausgehen und zusammen das Fischskelett bilden, während die abschließende „Problembeschreibung“ den „Kopf“ des Fisches abbildet.
Beispiel: Eine Fast-Food-Kette sucht nach den Gründen der nachlassenden Qualität ihrer Speisen. Beim Brainstorming über mögliche Ursachen fallen den Verantwortlichen Gründe wie „schlecht geschultes Personal“, „mangelhafte Qualitätskontrolle“ und „falsche Gewürzmischung“ ein. Sie kommen zu dem Schluss, dass diese Probleme zusammen mit anderen Ursachen zu „schlechten Burgern“ führen. Sie hielten dies als Problembeschreibung fest und machen sich daran, die Hauptfaktoren dafür zu beseitigen.
29. Der Problembaum
Ein Problembaum ist eine praktische Darstellungsmethode, um die Wichtigkeit oder Relevanz von Herausforderungen in Bezug auf ein Kernthema zu bewerten. Wenn Sie beispielsweise ein neues Produkt auf den Markt bringen wollen, dann versammeln Sie Ihr Team und führen Sie ein Brainstorming über die aktuellen Probleme, Hindernisse und Engpässe durch, die ihnen dabei im Weg stehen könnten.
Entscheiden Sie dann gemeinsam, was davon am dringendsten ist. Platzieren Sie die relevantesten Probleme näher am Kernthema und die weniger relevanten Probleme weiter weg davon.
30. Tintenfisch-Diagramm
Das Tintenfisch-Diagramm ist eine einfache Visualisierungsmethode, mit der Sie Ihre neuen Ideen aufzeichnen und dann sehen können, wie sie sich entwickeln. Ihr Tintenfisch -Diagramm können sie an eine Wand hängen, damit Ihr Team es im Laufe der Zeit ergänzen kann.
So funktioniert's:
- Schreiben Sie ein Kernthema wie „Kundenservice“ oder „Innovation“ auf einen Klebezettel – das wird der „Kopf“ des Tintenfisches.
- Geben Sie Ihren Teammitgliedern zwei Haftnotizblöcke in unterschiedlichen Farben und legen Sie eine Farbe für die Fragen und die andere für die Antworten fest.
- Bitten Sie Ihr Team, Fragen rund um den Erfolg bei der Hauptthematik aufzuschreiben. Im Fall von „Innovation“ könnten Ihre Mitarbeiter Dinge wie „Wie können wir die Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten Stakeholdern verbessern?“ aufschreiben.
- Bitten Sie Ihr Team dann, auf die andersfarbigen Klebezettel Antworten auf die Fragen zu schreiben. Im obigen Beispiel könnte die Antwort z. B. lauten: „In Open-Innovation-Plattform investieren.“
- Mit der Zeit entwickeln Sie ein umfangreiches Tintenfisch-Diagramm, das Ihren kreativen Problemlösungsprozess darstellt.
31. Das Schnellboot
Das Schnellboot-Schaubild ist eine visuelle Darstellungsmethode, die Ihrem Team dabei hilft, die Probleme zu erkennen, auf die Sie auf dem Weg zu Ihren Zielen stoßen könnten.
So funktioniert's:
- Zeichnen Sie ein Boot und schreiben Sie Ihr Hauptziel darauf.
- Machen Sie mit Ihrem Team ein Brainstorming zu Dingen, die das Vorankommen behindern, und zeichnen Sie jedes davon als einen Anker unter das Boot.
- Besprechen Sie mögliche Lösungen für jedes aufgeführte Problem.
Es ist eine einfache Methode, die kreative Lösungen hervorbringt. Wenn Sie möchten, kann Ihr Team jedem Anker ein "Gewicht" zuweisen, das bestimmt, welche Auswirkung jedes Problem auf das Erreichen des Endziels hat.
32. LEGO-Challenge
LEGO ist ein exzellentes Hilfsmittel für das kreative Denken und die Problemlösung, das von Veranstaltungsleitern immer wieder verwendet wird, um Teams beim Meistern von Herausforderungen weiterzuhelfen.
In unserem Artikel „5- und 10-minütige Teambuilding-Aktivitäten“stellen wir „Sneak a Peek“ vor – ein kollaboratives Teambuilding-Spiel, bei dem Kommunikationsfähigkeiten und Führungskompetenzen gefördert werden.
33. Die drei W's: Was? Was bedeutet das? Was nun?
Teammitglieder nehmen Probleme oftmals auf unterschiedliche Weise war. Obwohl das Problem für alle dasselbe bleibt, können sie unterschiedliche Meinungen darüber haben, wie es entstanden ist und welche Auswirkungen es gehabt hat.
Wenn Sie sich die Fragen "Was?", "Was bedeutet das?", und "Was nun?" stellen, kann Ihnen das dabei helfen, andere Sichtweisen auf ein Problem verstehen zu lernen.
Das funktioniert so:
- Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, allein oder in kleinen Gruppen darüber nachzudenken und aufzuschreiben , was passiert ist. Dies sollte zwischen fünf und zehn Minuten dauern.
- Dann fragen Sie : „Was bedeutet das?“ Was ist deswegen passiert? Warum war das, was passiert ist, wichtig? Was könnte passieren, wenn das Problem ungelöst bleibt?
- Fragen Sie Ihr Team abschließend: „Was nun?“ Was könnte eine Lösung für das Problem sein? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um ein erneutes Auftreten des Problems zu verhindern?
Mit diesem Ansatz lernen Ihre Teammitglieder besser zu verstehen, welche unterschiedlichen Auswirkungen Probleme auf einzelne Personen haben, und sie können gleichzeitig verschiedene Wege herausfinden, sie zu lösen.
34. "Now-How-Wow-Matrix"
Ideen zu sammeln ist einfach – aber die besten davon auszusuchen, ist nochmal eine andere Geschichte.
Wenn Sie viele Ideen haben, dann können Sie mit der Now-How-Wow-Matrix herausfinden, welche davon Sie jetzt umsetzen sollten und mit welchen Sie noch warten sollten.
Zeichnen Sie einfach ein zweiachsiges Diagramm mit „Umsetzungsschwierigkeit“ auf der Y-Achse und „Ideenoriginalität“ auf der X-Achse. Durch das Diagramm sollten vier Felder entstehen, wobei Sie in das untere linke „Jetzt!“, in das untere rechte „Wow!“ und in das obere rechte "Wie?" schreiben. Das obere linke Feld können Sie leer lassen.
Schreiben Sie dann Ihre Ideen auf, und ordnen Sie sie abhängig von ihrer Umsetzungsschwierigkeit und ihrer Originalität ein.
Am Ende haben Sie ein klareres Bild davon, welche Ideen Sie links liegen lassen können, welche Sie jetzt umsetzen und welche Sie für die Zukunft im Hinterkopf behalten sollten.
35. Wirkung-Aufwand-Matrix
Die Wirkung-Aufwand-Matrix ist eine Abwandlung der Now-How-Wow-Matrix, bei der die Y-Achse für "Wirkung" und die X-Achse für „Aufwand" steht.
Zeichnen Sie den Graph ein, und platzieren Sie Ihre Ideen.
- Abschnitt oben links = Ausgezeichnet, sofort umsetzen
- Abschnitt oben rechts = Riskant, aber einen Versuch wert
- Unterer linker Abschnitt = Geringes Risiko, aber möglicherweise unwirksam
- Abschnitt unten rechts = Schlechte Idee, ignorieren
Mit der Wirkung-Aufwand-Matrix kann Ihr Team auf einfache Weise den Nutzen einer Idee gegen die erforderlichen Aufwände abwägen.
36. Punktabstimmung
Wenn Sie eine umfangreiche Liste mit Ideen Ihrer Mitarbeiter zusammengestellt haben, müssen Sie die besseren von den schlechteren trennen.
Dot Voting ist eine einfache Darstellungsmethode, die von Problemlösungsmoderatoren verwendet wird, um es großen Gruppen zu ermöglichen, auf schnelle und effektive Weise über ihre Lieblingsideen abzustimmen. Sie kennen diese Methode wahrscheinlich schon von Problemlösungstechniken wie Flip it! und Lightning Decision Jam!
So funktioniert's:
- Die Teilnehmer schreiben ihre Ideen auf Klebezettel und hängen diese an die Wand oder ein Flipchart.
- Sagen Sie den Teilnehmern, dass Sie einen kleinen Punkt auf den Zettel mit der Idee machen sollen, die ihnen am besten gefällt.
- Sie können den Teilnehmern so viele Stimmen geben, wie Sie möchten.
- Wenn die Abstimmung beendet ist, sortieren Sie die Notizen von „am beliebtesten“ bis hin zu „am unbeliebtesten“.
So erhalten Sie eine einfache visuelle Darstellung der beliebtesten und unbeliebtesten Ideen Ihres Teams.
Schenken Sie Ihren Problemen bei einem Offsite-Retreat die nötige Aufmerksamkeit.
Wenn Ihre Teammitglieder sich zuhause oder im Büro mit ihrer Arbeit beschäftigen, dann sind sie oft zu sehr in ihre alltäglichen Aufgaben vertieft, um sich mit komplexeren Problemen auseinanderzusetzen.
Indem Sie dem Büro entfliehen und sich an einem externen Ort treffen, können Sie eine zielgerichtete Agenda mit Teambuilding-Aktivitäten und Problemlösungssitzungen erstellen. Die besondere Zeit außerhalb des Büros kann unfassbar wertvoll sein, wenn es darum geht, Ihr Geschäft auf Kurs zu halten.
Wenn Sie Probleme haben, die gelöst werden müssen (wer hat sie nicht?), dann können Sie sich an Surf Office wenden. Wir werden für Sie ein komplett maßgeschneidertes Offsite-Retreat organisieren.

















