In den letzten Jahren hat man ein Verständnis für emotionale Intelligenz bekommen und herausgefunden, wie viel Unterschied sie sowohl in persönlichen Interaktionen als auch im Arbeitsumfeld machen kann. Tatsächlich ist bewiesen, dass Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz eher in der Lage sind, unter Druck ruhig zu bleiben, Konflikte effektiv zu lösen und mit Kollegen empathievoller zu interagieren. Ohne emotionale Intelligenz kann es schwierig sein, Emotionen zu steuern und auszudrücken, was in einer Umgebung, in der Menschen miteinander arbeiten müssen, immer zu Problemen führen kann. Lesen Sie weiter, um mehr über emotionale Intelligenz zu erfahren und einige Ideen für Emotions-Aktivitäten für Teams zu erhalten.
Was ist emotionale Intelligenz?
Im Kern geht es bei emotionaler Intelligenz darum, die eigenen Emotionen zu verstehen und zu steuern sowie die Emotionen der Menschen um einen herum zu erkennen und sogar zu beeinflussen. Der Begriff kam 1990 auf. Im Laufe der Jahre hat man ein Verständnis dafür bekommen, wie emotionale Intelligenz nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Führung beeinflussen kann.
Emotionale Intelligenz – oft als "EQ" bezeichnet – hat sich zu einer unverzichtbaren Eigenschaft in der Arbeitswelt entwickelt. Untersuchungen zeigen sogar, dass der EQ ein sehr starker Indikator für zukünftige Leistungen ist. Mitarbeiter mit hoher emotionaler Intelligenz zeigen typischerweise Selbstbewusstsein, Selbstmanagement, soziales Bewusstsein und Beziehungsmanagement. Sie werden versuchen, ihre Kollegen zu verstehen und aktiv zuzuhören, was in den meisten Situationen am Arbeitsplatz von Vorteil ist. Deshalb ist es unglaublich wichtig, emotionale Intelligenz in einer Gruppe zu fördern.
28 Aktivitäten für die emotionale Intelligenz für Arbeitsgruppen
1. Emotions-Check-in
Ein guter Einstieg in ein Meeting oder einen Workshop ist, jeden mit einem Partner ein Check-in machen zu lassen. Teilen Sie die Leute in Paare ein und bitten Sie sie, so offen und ehrlich wie möglich zu sein, wenn es darum geht, die Frage "Wie fühlst du dich?" zu beantworten. Sie sollen mit mehr antworten als nur mit "nervös" oder "glücklich". Welche Art von Glück? Wie nervös genau? Manche Leute verwenden gerne das Wetter, um ihre Gefühle zu beschreiben. Sie können sie gerne Wetterbegriffe verwenden lassen, um ihre Gefühle zu beschreiben. Vielleicht kein Hurrikan, aber vielleicht ein leichter Regenguss. Oder der schönste Sonnentag, den man sich vorstellen kann. Andere Übungen mit dieser Aktivität beginnen zu lassen, ist das eine gute Möglichkeit, alle offener und mit ihren Gefühlen und denen anderer vertrauter zu machen.
2. „Wer bist du?“-Interview
Auf die Frage "Wer bist du?" gibt es viele verschiedene Antworten, die sich von Tag zu Tag unterscheiden können, je nachdem, was man tut, mit wem man zusammen ist und wie man sich fühlt. Lassen Sie die Leute wieder in Paare zusammenkommen und das Gespräch mit "Wer bist du?" beginnen. Lassen Sie sie ein paar verschiedene Runden machen und jedes Mal eine andere Antwort geben. Das wird den Leuten helfen, über die verschiedenen Versionen ihrer selbst nachzudenken und darüber, wie sie anderen gegenüber ihre Gefühle ausdrücken. Das Spektrum der Antworten ist ein großartiger Beweis dafür, wie vielschichtig Menschen sind, und eine gute Erinnerung daran, uns selbst auf eine komplexere Weise zu betrachten.
3. "Wenn ich mich ... fühle"
Wenn wir unsere wahren Gefühle erkennen können, fällt es uns leichter, einzuschätzen, wie unsere Reaktionen auf diese Emotionen sein könnten (oder sollten). Oft sind Emotionen Handlungsimpulse, und es ist wichtig, zu beobachten, auf welche Weise uns Gefühle zum Handeln veranlassen. Lassen Sie zu Beginn dieser Übung jeden in seine eigenen Emotionen einchecken. Lassen Sie eine Person damit beginnen, eine Emotion zu sagen und dann den Namen einer anderen Person im Raum aufzurufen. Diese Person soll dann erklären, was sie tun würde, wenn sie diese Emotion empfinden würde, und anschließend ihre eigene Emotion und eine neue Person benennen. Das Ganze wird so fortgeführt.
Person A sagt z. B. "verärgert – Person B". Darauf sagt Person B: "Ich würde etwas Sport machen, um meine Verärgerung abzuarbeiten. Meine Emotion ist Angst. Person C." Dies hilft uns nicht nur, uns selbst, sondern auch die Menschen um uns herum besser zu verstehen und neue Wege zu finden, unsere Emotionen zu regulieren und mit komplexen Gefühlen umzugehen.
4. Gefühlsrad
Es ist wertvoll, sich ein emotionales Vokabular anzueignen, damit man seine Gefühle gegenüber sich selbst und anderen artikulieren kann. Experten heben acht Hauptemotionen hervor: Wut, Angst, Trauer, Ekel, Überraschung, Vorfreude, Vertrauen und Freude. Sie können ein Gefühlsrad verwenden, um ähnliche Emotionen nebeneinander zu gruppieren und dann die Unterschiede zu besprechen. Sie können das Gefühlsrad als visuelle Hilfe verwenden, um eine Diskussion mit Ihrem Team zu anzufangen.
5. Gefühlsanpassung
Ein wichtiger Teil der Selbstwahrnehmung ist das Verständnis, dass unsere Gefühle tatsächlich beeinflussbar sind. Wenn Sie beispielsweise eine kurze, unverblümt formulierte E-Mail erhalten, dann bekommen Sie vielleicht ein wenig Angst. Später erfahren Sie aber mehr über den Hintergrund, und Ihre Angespanntheit lässt nach.
Lassen Sie bei dieser Übung jeden den Satz "Früher habe ich mich ... gefühlt, aber jetzt weiß ich …" vervollständigen. Lassen Sie jeden dann eine solche Situation beschreiben, in der er eine bestimmte Emotion empfunden hat und sich diese dann geändert hat, als ihm einiges klarer geworden ist. Dies kann eine eindringliche Erinnerung daran sein, wie flexibel unsere Gefühle sind und wie wichtig es ist, den gesamten Kontext zu berücksichtigen, bevor wir unseren Emotionen nachgeben.
6. Leadership-Pizza
Das Setzen von Zielen ist wichtig für das Selbstmanagements und die Motivation. Beginnen Sie damit, dass jeder versucht, sich selbst einzuschätzen, und danach Bereiche ausfindig macht, in denen er sich verbessern kann. Wer will, kann auch einen Zeitplan für die Veränderungen erstellen, die er erreichen möchte. Lassen Sie die Teilnehmer Fähigkeiten, Qualitäten und Eigenschaften identifizieren, die sie für wichtig halten, um ein effektiver Teil der Gruppe zu sein. Anschließend sollten sie ihre Fähigkeiten in den jeweiligen Bereichen einschätzen und Ziele festlegen, um emotional intelligentere Mitglieder zu werden. Es ist eine großartige Führungsaktivität, die einen echten Unterschied machen kann, wenn es darum geht, wie Teammitglieder sich gegenseitig verstehen und zusammenarbeiten.
7. Brief an mich selbst
Schreiben ist eine Tätigkeit, die uns sehr gut tut, und uns dabei helfen kann, Emotionen zu verarbeiten und neue Perspektiven zu berücksichtigen. Bei der Zielsetzung zum Beispiel kann es unsere Ideen realer erscheinen lassen und sie zu visuellen Hinweisen und Erinnerungen machen, wenn wir unsere Hoffnungen und Ambitionen genau aufschreiben.
Lassen Sie Ihre Teammitglieder einen Brief an ihr zukünftiges Ich schreiben. Geben Sie Ihren Teammitgliedern eine Anregung mit Fragen wie "Was ist das nächste, was ich erreichen möchte?", "Bis wann sollte ich das erreicht haben?", "Etwas, das ich ändern möchte, ist …" oder "Etwas, das ich nie vergessen möchte, ist …". Die Briefe sollten privat sein, und letztendlich können die Leute sie behalten, verbrennen, wegwerfen, oder was auch immer. Es geht einfach erstmal darum, die Dinge auszudrücken und aufzuschreiben.
8. Stressige Alltagssituationen
Die meisten von uns springen sehr schnell auf Stresssituationen im Alltag an. Manchmal können sich unsere Reaktionen negativ auf andere auswirken oder die Situation verschlimmern. Wenn wir erkennen, wie wir auf bestimmte Situationen reagieren, können wir uns anpassen und bessere Entscheidungen treffen.
Diese Übung hilft uns, unsere Herangehensweise an unangenehme Situationen, die im Alltag auftauchen, zu ändern. Wenn wir an positive Lösungen denken, können wir sie eher als Wachstumschancen sehen. Lassen Sie zunächst jemanden eine stressige Situation aus dem Alltag nennen, z. B. wenn man im Stau steht oder man im Restaurant nicht das bekommt, was man bestellt hat. Lassen Sie dann die anderen Leute Vorschläge für die besten Reaktionsmöglichkeiten darauf geben. Dies wird jedem helfen, seine Denkweise zu ändern und sich in Zukunft besser anzupassen.
9. Meditation
Meditation ist in vielerlei Hinsicht ein wirksames Mittel. Sie kann sehr hilfreich sein, um Emotionen zu ergründen und Stress fernzuhalten. Und was noch besser ist: Sie kann überall und jederzeit durchgeführt werden.
Sie können einen formellen Meditationsworkshop für alle organisieren oder die Leute dazu ermutigen, in einen leeren Raum im Büro zu gehen, wenn sie sich eine kurze Auszeit nehmen möchten. Sie könnten sogar auch Ihr nächstes großes Meeting mit einer kurzen Meditationsübung beginnen, damit jeder seinen Kopf frei bekommt und ein aufgeräumtes Mindset hat. Sie können auch über ein paar Dankbarkeitsübungen nachdenken, die sich auch für den Arbeitsplatz eignen.
10. Gruppen-Pomodoro
Pomodoro ist eine Zeitmanagementtechnik, die viele Leute nutzen, um produktiver und effizienter zu sein. Man stellt sich dabei einen Timer auf 25 Minuten für eine Aktivität ein und dann eine 5-minütige Pause. Man kann seinen gesamten Arbeitstag in solchen Zeitblöcken planen, und viele Menschen finden, dass sie dadurch viel produktiver werden. Lassen Sie Ihre Teammitglieder als Übung zum Selbstmanagement etwas Zeit damit verbringen, ihre eigene Pomodoro-Agenda zu planen. Es ist auch eine großartige Übung, um sich die eigene Arbeit in stressigen Phasen besser einteilen zu können.
11. Hören, sehen, respektieren
Zuzuhören ist der beste erste Schritt, um andere Perspektiven zu verstehen und zu respektieren. Empathie entsteht, wenn wir uns in die Lage eines anderen versetzen. Teilen Sie alle in Paare ein und lassen Sie jede Person von einer Situation erzählen, in der sie sich nicht gehört fühlte. Die Aufgabe der Person, die nicht mit sprechen dran ist, besteht darin, aufmerksam zuzuhören ohne zu unterbrechen oder die Situation zu beurteilen.
Es ist eine großartige Gelegenheit, aktives Zuhören zu üben und andere Perspektiven verstehen zu lernen. Beide Personen sollten die Chance bekommen, über eine Situation zu sprechen während die andere Person zuhört, damit jeder weiß, dass er gehört, gesehen und respektiert wird. Dies kann auch bei Konflikten helfen, wie in diesen Konfliktbeispielen oder bei diesen häufigen Problemen am Arbeitsplatz (wenn Sie mehr über toxische Arbeitsumgebungen erfahren möchten, dann schauen Sie in unseren Blog).
12. Über Stärken reden
Im Idealfall fühlt sich jeder in Ihrem Team sicher und selbstbewusst genug, um seine Meinung zu äußern. Ist dies nicht der Fall, kann echte Zusammenarbeit schwierig sein. Es ist wichtig, andere Menschen zu ermutigen und Erfolge zu feiern, um ihr Selbstvertrauen zu stärken. Teilen Sie alle in Gruppen von 3 oder 4 Leuten ein und lassen Sie eine Person von dem größten Erfolg erzählen, den sie erreicht hat. Lassen Sie dann die anderen Gruppenmitglieder darüber sprechen, welche Stärken sie dafür eingesetzt haben muss. Jede Person in der Gruppe sollte einmal an die Reihe kommen, sodass sich jeder einmal Gedanken über die notwendigen Stärken macht, und sie mit der Gruppe teilt.
Auf diese Weise erhält jeder Komplimente und hört nette Dinge über sich selbst. Dies kann einem dabei helfen, am Arbeitsplatz selbstbewusster aufzutreten.
13. Spaziergänger-Paar
Teilen Sie bei Ihrem nächsten Team-Retreat oder Ihrem nächsten langen Meeting die Leute in zufällig ausgewählte Paare ein, und lassen Sie diese dann spazieren gehen. Es ist eine der einfachsten Übungen, aber sie gibt den Leuten die Möglichkeit, offen miteinander zu reden und sich kennenzulernen. Es ist wichtig, dass die Paare nicht aus Leuten bestehen, die oft zusammenarbeiten oder sich oft unterhalten. Ein kurzer Spaziergang um den Häuserblock kann eine großartige Erfahrung sein, die die zwischenmenschlichen Bindungen stärkt, und es ist einfach und kostet nichts. Lernen Sie in unserem Blog mehr Möglichkeiten kennen, wie Sie ein positives Arbeitsumfeld schaffen können.
14. Einfache Anthropologie
Anthropologen beobachten Menschen und Gesellschaften und verstehen, wie sie auf einer tieferen Ebene funktionieren. Teilen Sie die Leute in kleine Gruppen ein und lassen Sie sie einen Ort auswählen, an den sie gehen, um zu beobachten, was um sie herum geschieht. Lassen Sie die Leute an einen öffentlichen Ort wie ein Restaurant oder einen Park gehen und beobachten. Sie sollen in die dortige Umgebung eintauchen und sich Notizen darüber machen, was sie mitbekommen, und was dies über die Menschen, die sie sehen, suggeriert. Sie können ihre Ergebnisse in einem Notizbuch oder sogar in einer Kamera festhalten (wenn es nicht zu aufdringlich ist).
Bringen Sie anschließend alle wieder zusammen und lassen Sie sie besprechen, was sie gesehen haben. Wo gibt es Ähnlichkeiten und wo Unterschiede? Haben sie neue Dinge gelernt? Man kann viel über das Verhalten von Menschen lernen, indem man einfach nur aufmerksam beobachtet.
15. Feedback hinter dem Rücken
Wenn Sie mitkriegen, dass etwas "hinter dem Rücken von jemandem" gesagt wird, dann hat dies meist eine negative Konnotation. Drehen Sie das Ganze um, indem Sie die Leute hinter dem Rücken einer Person ihre Meinung über diese Person äußern lassen – aber eine positive. Lassen Sie Ihre Teammitglieder im Kreis stehen und abwechselnd der Gruppe den Rücken zukehren. Lassen Sie alle anderen ihre positive Meinung über die jeweilige Person äußern, während sie ihnen den Rücken zukehrt. Es können kleine Dinge sein wie "Ich mag ihre/seine Schuhe" oder auch größere wie "Diese Person ist ein großer Motivator für mich". Stellen Sie sicher, dass jede Person an die Reihe kommt, um zu hören, was alle über sie zu sagen haben.
Es ist ein guter Zeitpunkt, um offen über die Stärken und Schwächen zu sprechen, die Sie an Ihren Teammitgliedern schätzen, und mehr darüber zu erfahren, was ihnen ganz allgemein wichtig ist. Außerdem kann es die Moral und die Arbeitsbeziehungen wirklich verbessern, wenn man weiß, was die eigenen Teammitglieder alles positives über einen denken.
16. Rosen, Knospen und Dornen
Konstruktive Kritik zu geben gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Führungskraft, die aber auch oft ignoriert wird. Gute Führungskräfte geben Feedback so, dass ihre Mitarbeiter über ihre eigene Leistung nachdenken und mit ihren Teammitgliedern über Verbesserungen reden können. Selbstbewusste Menschen haben eine Vorstellung von ihren Stärken und Schwächen und wissen, wenn sie etwas neben der Spur waren. Für Menschen, die etwas Hilfe bei der Selbstwahrnehmung brauchen, ist dies eine großartige Übung.
Setzen Sie sich während der Beurteilungsphasen mit Ihren Mitarbeitern zusammen und bitten Sie sie, ihre Sichtweise zu ihren Rosen, Knospen und Dornen mitzuteilen. Die Rosen stehen für ihre Erfolge oder Stärken, die Knospen stehen für Bereiche, in denen sie sich noch verbessern können, und die Dornen stehen für Herausforderungen oder Dinge, die sie angehen müssen. Führen Sie ein offenes und ehrliches Gespräch darüber, wie Sie über alle diese Dinge in Bezug auf ihre Leistung denken, und was Sie tun können, um sie zu unterstützen.
17. Vom Still sein zur Lebendigkeit
Es ist nichts daran auszusetzen, wenn jemand still ist, und viele Menschen sind auch von Natur aus ruhiger. Ein guter Leader gibt seinen Teammitgliedern das Gefühl, dass sie ihre Gefühle sicher und selbstbewusst mitteilen und ausdrücken kann.
Bitten Sie bei Ihrer nächsten Übung oder Gruppenbesprechung einige Ihrer ruhigeren Teammitglieder, von einer Situation zu erzählen, in der sie sich zum Schweigen gezwungen fühlten. Lassen Sie sie die Situation beschreiben und wie es sich angefühlt hat, so still zu sein, und warum sie sich entschieden haben, weiter nichts zu sagen. Lassen Sie sie alle Gefühle beschreiben, denen sie möglicherweise ausgesetzt waren. Fragen Sie sie dann, was sie sagen würden, wenn sie jetzt die Gelegenheit hätten, etwas dazu zu sagen. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, die Situation nachzubilden und ihre wahren Gefühle mitzuteilen. Lassen Sie jeden an die Reihe kommen, der sich bereit dazu fühlt, etwas mitzuteilen.
18. Offene Fragen
Die meisten von uns dürften wissen, wie offene Fragen uns dabei helfen können, andere zu verstehen. Dennoch kann es schwierig sein, sie in der Praxis anzuwenden. Die Kombination aus offenen Fragen und aktivem Zuhören führt zu einer insgesamt besseren Kommunikation.
Lassen Sie in einer kleineren Gruppe (wir empfehlen 12 oder weniger Personen) jede Person versuchen, mithilfe von Fragen etwas Neues über die Person neben sich herauszufinden. Was, warum, wer, wie, wann, wo usw. sind allesamt großartige Anfänge für offene Fragen, die gestellt werden können, um Dinge genauer zu erklären, was zu einem viel tieferen Verständnis füreinander führen kann.
19. Sieben Wörter
Sicherlich haben Sie schon einmal den Satz gehört: "Es kommt nicht darauf an, was man sagt, sondern wie man es sagt." Lassen Sie die Leute sich einen Satz mit sieben Wörtern ausdenken, um diesen Aspekt deutlich zum Vorschein zu bringen. Lassen Sie sie die verschiedenen Wörter im Satz unterschiedlich betonen. Lassen Sie die Gruppe dann diskutieren, was dadurch jeweils ausgedrückt wird.
Wie könnte sich die Bedeutung des Gesagten beispielsweise verändern, wenn die Betonung auf dem ersten Wort liegt? Lassen Sie die Teilnehmer den Satz anhand des Tonfalls und der Körpersprache auf unterschiedliche Weise herüberbringen. Was für Erkenntnisse kann man daraus ziehen, wenn eine andere Betonung die Bedeutung von Wörtern verändern kann?
20. Einordnung von Beteiligungsstilen
Bei der Arbeit in einer Gruppe ist eine gute Ausgeglichenheit der Beteiligung bei Besprechungen, Workshops und der täglichen Kommunikation am Arbeitsplatz wichtig. Manchmal können zu beherrschende oder dominante Personen der Gruppe schaden, weil sie zu energisch sind. Gleichzeitig halten Personen, die nicht genug Elan mitbringen, die Gruppe zurück. Daher ist es wichtig, zu lernen, die Beteiligungsstile auszubalancieren.
Erstellen Sie eine visuelle Hilfe, damit die Leute ihre Beteiligungsstile darstellen und dadurch lernen können, sie für eine bessere Gruppendynamik aufeinander abzustimmen. Lassen Sie Ihre Teammitglieder eine farbige Grafik erstellen, in dem sie ihren Stil auf einer X- und einer Y-Achse darstellen können. Eine gute Möglichkeit, die Grafik zu erstellen, ist, eine X-Achse einzuzeichnen, die von schüchtern bis laut reicht, und eine Y-Achse, die von leisem Nachdenken bis zu lauten Aussprechen von Gedanken reicht. Lassen Sie jeden sich irgendwo auf den Achsen platzieren und führen Sie dann eine Gruppendiskussion, sobald alle damit fertig sind. Dadurch können Sie eine wirklich hilfreiche Übersicht über die verschiedenen Führungsstile erhalten, und über die Art, wie alle zusammenarbeiten können.
21. Reise in die Zukunft-Spiel
Kreativität ist ein tolles Mittel, um positive Energie zu nutzen und die Zusammenarbeit zu verbessern. Bei dieser Aktivität handelt es sich um eine inklusive Storytelling-Aktivität, bei der sich Ihre Teammitglieder vorstellen, dass sie in die Zukunft reisen und sich dabei eine Sache aussuchen dürfen, die sie mitnehmen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Aktivität durchzuführen. Sie können z. B. einfach alle so tun lassen, als ob sie in die Zukunft reisen würden, und sie erklären lassen, welchen hypothetischen Gegenstand sie mitnehmen würden. Sie könnten aber auch Vorbereitungen treffen und verschiedene Gegenstände zur Auswahl stellen. Sie bräuchten dann so viele Gegenstände wie Personen, wobei es sich um beliebige Dinge aus Ihrem Büro handeln kann. Wenn Sie also 12 Personen in der Gruppe haben, bräuchten Sie 12 Gegenstände. Lassen Sie die Leute dann nacheinander nach vorne gehen, einen Gegenstand auswählen und der Gruppe erklären, warum sie ihn ausgewählt haben.
Es ist eine einfache Möglichkeit, mehr über die Menschen zu erfahren, mit denen man zusammenarbeitet, und sicherer dabei zu werden, vor anderen Menschen zu sprechen. Wenn Sie wirklich zu aktivem Zuhören anregen möchten, können Sie am Ende als Bonusaktivität mit Ihren Teammitgliedern ein Quiz durchführen, bei dem sie aufschreiben müssen, welches Teammitglied welches Objekt gewählt hat.
22. Neun Dimensionen
Die effektivsten Teammitglieder verbinden im Umgang miteinander ihre Selbstwahrnehmung mit ihrer emotionalen Intelligenz. Bei dieser Übung geht es darum, unsere Eigenschaften in neun Bereichen einzuschätzen, die für den zwischenmenschlichen Umgang im Arbeitsumfeld relevant sind. Geben Sie allen Teilnehmern farbige Punkte zum aufkleben, die sie in den Bereichen anbringen sollen, in denen sie das Gefühl haben, gut zu sein. Wenn Sie online nach der "Neun Dimensionen"-Aktivität suchen, können Sie Vorlagen finden, die Sie ausdrucken und mit Ihren Teammitgliedern verwenden können. Anschließend diskutieren Sie am besten über die Ergebnisse.
Wer hat in einem bestimmten Bereich besondere Fähigkeiten? Wusstet ihr das alles schon oder habt ihr etwas Neues gelernt? Welche Erkenntnisse können wir daraus für unser Team mitnehmen?
23. Sitzen-Stehen-Nicht zu sehen
Bringen Sie mit dieser Aktivität emotionale Intelligenz in Ihre Eisbrecher. Das Beste an diesem Spiel ist, dass es auch mit Online-Teams gespielt werden kann. Lassen Sie alle ihren Bildschirm so einstellen, dass sie jeweils drei Personen sehen. Ziel ist es, dass bei jedem jeweils ein Bild einer sitzenden und einer stehenden Person und einer Person, die außerhalb des Bildes steht, auftaucht. Dies hinzubekommen kann bei Zoom wirklich knifflig sein, da jeder eine andere Ansicht hat. Es ist fast wie bei einem Zauberwürfel!
Arbeiten Sie zusammen, um es hinzubekommen, und diskutieren Sie anschließend darüber, wie sie es erreicht haben. Wie haben Sie als Team zusammengearbeitet? Waren alle mehr oder weniger Beobachter oder hat eine Person sich hervorgetan, um alles zu koordinieren? Hat es länger gedauert, als Sie gedacht haben, und wie denken alle darüber, wie es gelaufen ist? Das Spiel ist auch eine gute Gelegenheit, herauszufinden, wer von Natur aus Führungsqualitäten hat und wer eher ruhig ist.
24. Myer-Briggs-Übung
Persönlichkeitstests sind immer dann interessant, wenn Sie Teammitglieder mit unterschiedlichen Persönlichkeiten haben. Nutzen Sie den Test als Ausgangspunkt für eine Diskussion darüber, wie sich Ihre Teammitglieder unterscheiden und was jeder Einzelne mitbringt. Sie sollten genügend Zeit einplanen, damit jeder seinen Test fertigstellen und sich seine Ergebnisse anschauen kann. Jeder sollte seine Antworten der Gruppe mitteilen (solange er sich wohl dabei fühlt) und dann die Sachen hervorheben, denen er zustimmt bzw. nicht zustimmt.
Lassen Sie Ihre Teammitglieder sich gegenseitig Feedback zu ihren Gedanken geben. Wenn beispielsweise eine Person mitteilt, dass bei ihrem Test eine bestimmte Eigenschaft herausgekommen ist, sie aber davon überrascht ist, dann können die anderen Teammitglieder ihre Meinung dazu äußern, ob ihnen diese bestimmte Eigenschaft schon aufgefallen ist oder ob es sie auch überrascht. Sie können den Myer-Briggs-Persönlichkeitstest (und viele andere) mit einer einfachen Google-Suche finden. Machen Sie Ihren Teammitgliedern klar, dass sie nur das mitteilen müssen, was sie auch mitteilen möchten, und dass jegliches Feedback positiv sein sollte. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt für konstruktive Kritik, wie etwa zu sagen „es überrascht mich nicht, dass du ein wertende Person sein sollst, du neigst tatsächlich dazu, andere zu kritisieren.“
25. EQ-Übungsblätter
Wenn alles andere nicht funktioniert, dann schnappen Sie sich ein paar Übungsblätter! Wenn Sie eine bevorstehende Veranstaltung oder ein Meeting haben, bei denen Ihr Team zusammenkommt, warum beginnen Sie dann nicht mit einem einfachen Arbeitsblatt zum Thema EQ?
Sie können verschiedene Persönlichkeitstests oder sogar Infoblätter ausdrucken, die einige kurze Erklärungen enthalten. Wenn es in Ihrem Büro einen Bereich gibt, in dem Sie Ressourcen teilen oder Lesestoff zu körperlicher oder geistiger Gesundheit bereitstellen, dann wäre dies ein geeigneter Ort, um ein paar Blätter zum Thema EQ zu hinterlassen. Auf dieser Psychologie-Website gibt es mehrere Arbeitsblätter und Arbeitsbücher, die kostenlos verwendet werden können.
26. EQ-Workshops
Wenn Sie finden, dass emotionale Intelligenz für Ihr Arbeitsteam von großer Bedeutung ist und Sie wirklich den Fokus darauf legen möchten, dann können Sie einen Experten als Redner engagieren, der vor Ihren Teammitgliedern spricht. Er wird wahrscheinlich eigenen Lesestoff, Arbeitsbücher oder Übungen haben, aber er wird wissen, welche hilfreichen Ressourcen er allen geben kann, damit sie alles über den EQ lernen.
Wenn zu Ihren regelmäßigen unternehmensweiten Retreats oder Team-Retreats unterschiedliche Redner oder anderweitige Gäste kommen, dann laden Sie doch als Nächstes einen Experten für emotionale Intelligenz ein. Suchen Sie online nach verfügbaren Fachleuten in Ihrer Nähe und nehmen Sie Kontakt mit ihnen auf. Folgen Sie unserem Blog, wenn Sie weitere Ideen für Aktivitäten zur beruflichen Weiterentwicklung bekommen möchten.
27. EQ-Test für Führungskräfte
Die Führungskräfte übernehmen in allen Unternehmen die größten Aufgaben, daher ist emotionale Intelligenz für sie besonders wichtig. Suchen Sie nach einem Test für emotionale Intelligenz, der speziell für Führungskräfte erstellt wurde, und verteilen Sie ihn an Ihre Manager. Die Tests sind auf Führungskräfte ausgerichtet, da es bei ihnen um Visionen geht, und um Verhaltensweisen, die Visionen zu Nichte machen können.
Der Test listet mehrere Verhaltensweisen auf, die Visionen zerstören können, wobei die Teilnehmer sich danach beurteilen sollen, wie häufig sie die jeweiligen Verhaltensweisen an den Tag legen. Anschließend können Sie mit den Teilnehmern darüber sprechen, was sie über sich selbst gelernt haben und was sie von nun an anders machen könnten.
28. Augenkontakt-Übung
Augenkontakt ist eines der wichtigsten Elemente in der Kommunikation, aber auch etwas, womit sich viele Menschen sich schwer tun. Tatsächlich kann einem Augenkontakt dabei helfen, eine emotionalere Verbindung zu anderen aufzubauen, sie besser zu verstehen und ehrlicher über seine eigenen Gefühle zu sprechen. Als Übung, um den Augenkontakt zu verbessern, können Sie alle Ihre Teammitglieder eine Minute lang frei im Raum umhergehen lassen. Sobald die Minute um ist, geben Sie ihnen ein Signal, und jeder sollte stehen bleiben und mit einer Person Augenkontakt aufbauen. Die beiden Personen sollten dann aufeinander zugehen und ein Gespräch führen, bei dem sie so viel Augenkontakt wie möglich haben.
Es ist eine wichtige Kontakt-Übung, wenn Sie die Leute sich gegenseitig durch Blickkontakt auf natürliche Weise "finden" lassen. Wenn Sie sie die Konversation weiterführen lassen, werden die Leute wahrscheinlich merken, dass es schwerer ist, als die denken, den Augenkontakt zu halten.
Emotionale Intelligenz mit Teambuilding-Retreats verbessern
Tatsächlich kann es schwierig sein, emotionale Intelligenz zu entwickeln, aber es lohnt sich immer. Wie bereits erwähnt, führt die Steigerung der emotionalen Intelligenz jedes einzelnen Teammitglieds zu besserer Zusammenarbeit, mehr Geduld, zufriedeneren und loyaleren Teams und einer stärkeren Teamkultur. Am besten können Sie einige dieser Aktivitäten zur Förderung emotionaler Intelligenz in einer Gruppenumgebung ausprobieren.
Ein Teambuilding-Retreat ist immer eine gute Idee, die Zeit zu nutzen, da Sie dort Training, Gemeinschaft pflegen und einige dieser EQ-Aktivitäten in einem unterhaltsamen Rahmen einbauen können. Erstellen Sie eine Agenda, für die Sie einige verschiedene Übungen einplanen oder sogar einen Redner kommen lassen können, um Ihre Teammitglieder in einer Umgebung zu inspirieren, in der alle ganz nah beieinander sind.
Wenn Sie Bedenken haben, ein Teambuilding-Retreat zu organisieren, dann wenden Sie sich einfach an uns von Surf Office. Wir können Ihnen dabei helfen, das ultimative Teambuilding-Retreat zu organisieren, bei dem Sie genügend Zeit haben werden, sich mit emotionaler Intelligenz zu befassen, und Ihre Teammitglieder glücklicher zu machen.

















